China-Besuch: Von der Leyen und Macron in Peking: Eine Reise, zwei Tonarten
Emmanuel Macron, Xi Jinping und Ursula von der Leyen.
Foto: REUTERSPeking, Berlin, Paris. Zufrieden applaudiert Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping, als chinesische und französische Wirtschaftsvertreter in Peking gemeinsam Verträge unterzeichnen. Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron dagegen wirkt eher ernüchtert. Sein vor der Reise geäußerter Anspruch war, mit Peking einen Weg hin zu einer Friedenslösung in der Ukraine zu finden.
Bekommen haben Macron und seine mitgereiste Handelsdelegation in erster Linie Wirtschaftsdeals. Zugeständnisse von Xi in puncto Ukraine erhielt er dagegen nicht. Der chinesische Staatschef soll lediglich seine Bereitschaft erklärt haben, mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski zu telefonieren, wenn „Zeit und Umstände passen“.
Es war ein besonderer Besuch von Macron in der chinesischen Hauptstadt. Er und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen waren zeitgleich nach Peking gereist und hatten neben bilateralen Gesprächen auch ein gemeinsames Gespräch mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping – ein Novum.
Die Positionen der beiden führenden Politiker in der EU mit Blick auf China sind zum Teil sehr unterschiedlich. Das zeigte sich auch in Peking.