Elektroauto: Plug-in-Geschäft von VW, BMW und Mercedes bricht ein
Die VW-Tochter hat den Markt für Plug-in-Hybride in China bereits aufgegeben.
Foto: imago images/VCGDüsseldorf, Wien. Mit einem breiten Angebot an Plug-in-Hybriden wollten Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW eine „Brücke“ vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb schlagen. Doch das Geschäft in Deutschland stockt, seit die Bundesregierung die Förderung für die teilelektrischen Autos Anfang des Jahres gestrichen hat.
In China dagegen läuft der Plug-in-Boom gerade an – allerdings ohne die deutschen Autohersteller. So haben sich die Verkäufe von Plug-in-Hybriden in Fernost seit 2020 auf 1,3 Millionen Fahrzeuge nahezu versechsfacht. Der Absatz von Volkswagen verharrte allerdings bei 36.000 Einheiten, die VW-Tochter Audi halbierte ihre Verkäufe und BMW verlor 39 Prozent.
Einzig Mercedes-Benz und Porsche können geringe Zuwächse vermelden. Das zeigen Zahlen des auf die Autoindustrie spezialisierten Datendienstleisters MarkLines, die dem Handelsblatt vorliegen.
Die Folge: Die Marktanteile der Deutschen bei Plug-ins sind zusammengerechnet von 34 auf sieben Prozent abgestürzt. Ihr Geschäft wurde absorbiert von chinesischen Herstellern wie BYD, Li Auto oder Aito, die drei Viertel der Zulassungen auf sich vereinen.
Audi zieht nun die Konsequenz und gibt das teilelektrische Segment in China auf. „Den Markt für Plug-in-Hybride überlassen wir den inländischen Herstellern“, sagte ein Konzernsprecher dem Handelsblatt.