Börse Asien: Buffett treibt die Kurse in Japan an – Inflation in China sinkt auf 18-Monats-Tief
Japans Notenbank verfolgt einen geldpolitischen Sonderweg.
Foto: APTokio, Hongkong. Hoffnungen auf weiter niedrige Zinsen in Asien haben die Börse in Japan am Dienstag beflügelt. Die Anleger wurden von der Zuversicht getragen, dass die Zentralbanken in der Region ihre Zinserhöhungszyklen unabhängig von den Maßnahmen der US-Notenbank Fed weiter aussetzen oder beenden werden.
So sagte der neue Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, in seiner Antrittsrede, dass es angemessen sei, an der ultralockeren Geldpolitik vorerst festzuhalten. Dazu behielt die Notenbank von Südkorea bei ihrem Entscheid am Dienstag ihre Zinssätze zum zweiten Mal infolge bei.
Analyst Gary Ng von der Natixis Corporate and Investment Bank erläuterte, in Asien sei man bei Zinserhöhungen vorsichtiger, da die Entschlossenheit der Volkswirtschaften, das Wachstum zu erhalten, Sorgen um die Eindämmung der Inflation überwiege, die in den USA und Europa ein größeres Problem darstellten.
In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gut ein Prozent auf 27.950 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,8 Prozent auf 1991 Punkte. „Halbleiter- und High-Tech-Werte treiben den Nikkei nach oben“, sagte Kazuo Kamitani vom Broker Nomura. „Auch die Erwartung, dass die Bank of Japan die Änderung ihrer Geldpolitik hinauszögern wird, scheint sich auszuwirken.“