Mercedes, VW, BMW: Autoherstellern droht Ende der „Bilderbuchgewinne“
Der Absatz legte bei Elektrofahrzeugen besonders stark zu.
Foto: BMW GroupWien, Peking. Viele Autobauer sind Krisenprofiteure. Weil fehlende Halbleiter und Kabelbäume das Fahrzeugangebot knapp hielten, konnten Volkswagen, Mercedes-Benz oder BMW immer höhere Preise durchsetzen. Sie erzielten Traumrenditen von teils mehr als 14 Prozent.
Für deutsche Verbraucher verteuerten sich im Gegenzug Neuwagen laut der Marktforschung DAT allein im Vorjahr um 13 Prozent auf 42.790 Euro. Auch in den USA und wichtigen anderen Märkten erreichten die Fahrzeugpreise 2022 ein Allzeithoch. Doch nun mehren sich die Anzeichen, dass diese allmählich wieder fallen dürften. „Die Rekordwerte sind nicht haltbar“, sagt Arndt Ellinghorst, Autoexperte bei der Datenanalysefirma Quantco.
Dafür gibt es drei Gründe: Erstens forciert Tesla seinen Preiskampf bei Elektroautos, der zusehends auf alle Segmente und Antriebsarten abstrahlt. Erst in der Nacht zum Freitag senkte der US-Hersteller seine Preise in Deutschland erneut um bis zu 6000 Euro. Zweitens sitzt die Branche insgesamt auf erheblichen Überkapazitäten. Und drittens fehlt einem Großteil der Verbraucher das Geld, um kostspielige Modelle finanzieren zu können.