Immobilien: So geht es weiter am Wohnungsmarkt
Weil immer weniger Deutsche bauen wollen, vergaben die Pfandbriefbanken 2022 weniger Immobiliendarlehen als im Vorjahr.
Foto: obsFrankfurt. Zinsschock, Inflation, hohe Baukosten: Der deutsche Immobilienmarkt hat derzeit mit vielen Problemen zu kämpfen. Der lange Boom ist vorbei und die Preise rutschten zuletzt fast bundesweit nach unten, wenngleich sich erste Zeichen einer Stabilisierung zeigen. Aber die Trendwende am deutschen Immobilienmarkt ist noch nicht vorbei, glauben die wichtigsten Immobilienfinanzierer.
„Für das laufende Jahr 2023 rechnen wir mit weiter rückläufigen Preisen – über alle Objektklassen hinweg“, sagte am Montag der Präsident des Verbandes der Pfandbriefbanken (Vdp), Georg Reutter, in Frankfurt. Ein abrupter Einbruch der Immobilienpreise sei aber aus heutiger Sicht nach wie vor nicht zu erwarten.
Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland werden sich nach Einschätzung der wichtigsten Finanzierer so schnell nicht erholen. „Wir erleben gerade die lange erwartete Phase der Preiskorrektur“, sagte Reutter. Der Vdp hat derzeit knapp 50 Mitglieder, darunter BayernLB, Helaba, Aareal Bank, Deutsche Bank und Commerzbank.
Im vierten Quartal hatten sich die Preise für Wohnungen und Häuser gemessen am dritten Quartal um 1,8 Prozent verbilligt, wie aus dem Immobilienpreisindex des Verbandes hervorgeht. Es war bereits der zweite Rückgang auf Quartalssicht in Folge. Bei Gewerbeimmobilien ging es den Daten zufolge im vierten Quartal sogar um 2,9 Prozent nach unten.