Naher Osten: Syrien versöhnt sich mit seinen Nachbarn
Der syrische Präsident will die Beziehungen zu den Nachbarländern in der Region normalisieren.
Foto: via REUTERSIstanbul. Syriens Präsident Baschar al-Assad will raus aus der politischen Isolation – und konnte dabei jüngst einen Erfolg verzeichnen. Die Außenminister Jordaniens, Saudi-Arabiens, Ägyptens und des Iraks trafen sich am Montag in Amman mit ihrem syrischen Amtskollegen Faisal Mekdad. Dabei ging es um den Syrienkonflikt sowie eine Normalisierung der Beziehungen mit der Assad-Regierung, wie das jordanische Außenministerium mitteilte.
Demnach soll die Regierung in Damaskus nun eine sichere Rückkehr für syrische Flüchtlinge ermöglichen und sich dafür mit anderen Ländern sowie den Vereinten Nationen abstimmen. Die meisten syrischen Flüchtlinge leben nach UN-Angaben heute in der Türkei, Jordanien, dem Libanon und dem Irak.
Syriens Mitgliedschaft in der Arabischen Liga war 2011 ausgesetzt worden, nachdem Regierungstruppen die Proteste im Land gewaltsam niederschlugen. Aus den Aufständen entwickelte sich ein Bürgerkrieg, der bis heute andauert. Assad ist wegen des gewaltsamen Vorgehens seiner Regierung gegen die eigene Bevölkerung weitgehend isoliert.
Annäherung mit Saudi-Arabien
In letzter Zeit konnte sich Syrien immer weiter politisch rehabilitieren. Der saudische Außenminister Prinz Faisal bin Farhan besuchte vergangenen Monat Syrien, nachdem sein syrischer Amtskollege Mekdad zuvor überraschend Saudi-Arabien besucht hatte. Jordaniens König besuchte im April wiederum Saudi-Arabien, um mit der Herrscherfamilie und den Emiraten über die Normalisierung der Beziehungen zu Syrien zu sprechen.