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GeldpolitikFed-Chef Powell: Nachwirkungen des Bankenbebens sorgen für Entlastung an Zinsfront

Die andauernde Bankenkrise könnte Einfluss auf die Zinsentscheidungen der Fed haben. Wie die kommenden Entscheidungen ausgehen werden, hielt der Notenbankchef offen. 19.05.2023 - 18:30 Uhr Artikel anhören

Laut Powell sei noch nicht entschieden, ob das geldpolitische Niveau „ausreichend restriktiv“ sei, um die Inflation zu bändigen.

Foto: dpa

New York. Die Nachwirkungen des jüngsten US-Bankenbebens erleichtern der Notenbank laut Fed-Chef Jerome Powell den Kampf gegen die Inflation an der Zinsfront. Konkret sprach er dabei am Freitag die strafferen Kreditkonditionen an: Die Zinsen müssten vor diesem Hintergrund womöglich nicht so stark steigen wie es ansonsten der Fall wäre, um das Inflationsziel der Notenbank zu erreichen. Die Fed sei „stark engagiert“, die Inflation auf diese Zielmarke von 2,0 Prozent zurückzubringen, fügte Powell auf einem Gesprächsforum mit seinem Vorvorgänger Ben Bernanke in Washington hinzu.

Die US-Währung gab im Zuge der Äußerungen Powells deutlicher nach. An den Finanzmärkten herrscht Hoffnung, dass die Fed auf eine Zinspause zusteuert. Zugleich wird weiterhin darauf spekuliert, dass es noch dieses Jahr zu Zinssenkungen kommen könnte.

Powell sagte, der weitere Zinspfad stehe nach mehr als einem Jahr aggressiver geldpolitischer Straffungen nicht mehr so fest: „Die Risiken, zu viel oder zu wenig zu tun, werden ausgewogener und unsere Geldpolitik wurde entsprechend angepasst“, sagte der Notenbankchef. Zugleich seien noch keine Entscheidungen darüber getroffen worden, in welchem Umfang zusätzliche geldpolitische Straffungen angebracht sein könnten. Es sei noch nicht entschieden, ob das geldpolitische Niveau „ausreichend restriktiv“ sei, um die Inflation zu bändigen.

Inflationsentwicklung im Fokus

Zu den Markterwartungen, dass die Fed womöglich einen niedrigeren Zinspfad einschlagen könnte, sagte Powell, dies hänge wahrscheinlich mit einer anderen Einschätzung der Inflationsentwicklung zusammen. Die bisher eingegangenen Daten stützten aber eher die Sicht der Notenbank, dass es länger dauern werde, den Preisauftrieb zu bändigen.

Mehrere Währungshüter dämpften jüngst zugleich mit Blick auf die hartnäckige Inflation Spekulationen auf eine Zinssenkung im laufenden Jahr. Trotz aller Fortschritte sei es noch ein langer Weg zum Stabilitätsziel der Notenbank, so der Tenor.

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Der Notenbank spielt im Kampf gegen die Inflation allerdings in die Hände, dass die Banken in den ersten Monaten des Jahres die Anforderungen für die Vergabe von Krediten verschärft haben. Zudem schwächte sich die Nachfrage nach Krediten in Wirtschaft und bei Verbrauchern ab, wie eine Umfrage der Fed ergab. Die Daten signalisieren, dass die Leitzinssätze der Fed im Finanzsektor zu greifen beginnen.

Die Zentralbank hält sich die Tür für eine Zinspause im Juni offen, will die Entscheidung jedoch letztlich auf Basis der eingehenden Wirtschaftsdaten treffen. Die Federal Reserve hat die Zinsen seit Anfang 2022 von nahe null auf eine Spanne von 5,00 bis 5,25 Prozent angehoben, um den Preisauftrieb einzudämmen. Mit zuletzt 4,9 Prozent ist die Inflation jedoch noch weit vom Ziel der Fed entfernt.

rtr
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