Wagniskapital: Sequoia spaltet China-Geschäft ab
In China hatte Sequoia den Tiktok-Mutterkonzern mit Risikokapital finanziert.
Foto: APDüsseldorf. Der US-amerikanische Wagniskapitalgeber Sequoia plant, sein Geschäft aufzuspalten. Grund dafür sind die geopolitischen Spannungen zwischen den Regierungen in Washington und Peking. Der renommierte Start-up-Geldgeber ist weltweit für frühe Investments in Technologieriesen wie Google, Instagram und dessen Videoplattform Youtube bekannt. In China hat das Unternehmen Firmen wie Tiktok, Bytedance und Alibaba mit Risikokapital finanziert.
Die Investmentaktivitäten werden zu den erfolgreichsten und längsten Finanzierungsbeziehungen zwischen den USA und China gezählt. In Zukunft will Sequoia sie jedoch mit drei unterschiedlichen Unternehmen weiterführen. Außerhalb der USA und Europas soll dazu auch die berühmte Marke aufgegeben werden. In China wird Sequoia künftig Hongshan heißen.
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Auch das Geschäft in Indien und Südostasien soll in Zukunft unabhängig laufen. Entsprechende Gespräche führt Sequoia nach eigenen Angaben bereits seit drei Jahren. Die Aufteilung der drei Unternehmensbereiche ist nun für spätestens Ende März 2024 geplant.
„Es ist zunehmend schwerer geworden, ein dezentralisiertes globales Investmentgeschäft zu führen“, heißt es in einer Pressemitteilung von Sequoia, die von den drei Regionalmanagern Roelof Botha, Neil Shen and Shailendra Singh unterschrieben ist.