Aktienfonds: Darum sind Familienunternehmen für das Portfolio wichtig
Der Global Family Owned Company Index führt die deutschen Unternehmen Henkel und Beiersdorf. Für Anleger bieten Familienunternehmen Chancen.
Foto: dpaKöln. Deutschland gilt als das Eldorado für Hidden Champions, also für Weltmarktführer in Nischen. Für die gesamte Volkswirtschaft spielen Familienunternehmen hierzulande eine zentrale Rolle. Rund 90 Prozent aller Unternehmen sind inhaber- oder familiengeführt. An der Börse liegt ihr Anteil in Deutschland bei 40 Prozent.
Die 1000 größten Familienunternehmen erzielen einen Jahresumsatz von 2,06 Billionen Euro. 253 Familienunternehmen erzielen einen Umsatz von jeweils mehr als einer Milliarde Euro, wie aus dem aktuellen Ranking des Netzwerks „Die Deutsche Wirtschaft“ (DDW) hervorgeht.
Für Anleger sind familiengeführte Firmen interessant: Sie erzielen an den Börsen oft eine bessere Kursentwicklung. Ein Grund dafür: Diese Unternehmen orientieren sich an langfristigen Zielen und schielen weniger auf kurzfristige Quartalsergebnisse.
Familienunternehmen haben also mehr Geduld, um Strategien und Visionen zu verwirklichen. Sie zeichnen sich zudem oft durch erstklassiges Know-how in Nischen aus.
Nicht nur in Deutschland, auch in anderen Ländern spielen Familienunternehmen eine große Rolle. Wer in diese Unternehmen investieren möchte, kann dies mit aktiv gemanagten Aktienfonds tun. Sie investieren meist über Deutschland hinaus. Das ist auch sinnvoll, denn je größer das Anlagespektrum ist, desto mehr Investmentchancen bieten sich.