Immobilien: Baugenehmigungen für Wohnungen brechen im April um fast ein Drittel ein
Auch die Zahl der Bauzusagen für Einfamilienhäuser brach im April überdurchschnittlich stark ein.
Foto: dpaBerlin. Die Krise im deutschen Wohnungsbau droht sich weiter zu verschärfen: Die Zahl der Baugenehmigungen brach im April wegen gestiegener Zins- und Materialkosten so stark ein wie seit März 2006 nicht mehr. Nur noch 21.200 Wohnungen wurden genehmigt und damit 31,9 Prozent oder 9900 weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Zahl sinkt damit seit Mai 2022 kontinuierlich.
„Zum Rückgang der Bauvorhaben dürften weiterhin vor allem hohe Kosten für Baumaterialien und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen beigetragen haben“, erklärten die Statistiker den Abwärtstrend.
Nach acht Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) in Folge auf aktuell 4,00 Prozent haben sich Baukredite spürbar verteuert. Die Währungshüter wollen damit die Inflation bekämpfen. Von Januar bis April wurden insgesamt 89.900 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt, das waren 27,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
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In den Zahlen sind sowohl die Zusagen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.