Autobauer: VW-Chef Blume trimmt Konzern auf Marge
„Es ist wie im Fitnesscenter“, sagt der Manager.
Foto: dpaDüsseldorf. Zumindest wortwörtlich haben die Investoren am Mittwoch mit Volkswagen Fahrt aufnehmen können. Deutschlands größter Autobauer hatte die Profi-Anleger zu einem Kapitalmarkttag am Hockenheimring eingeladen – mit „Driving Event“ auf dem Motodrom in der Kurpfalz, wie der Einladung zu entnehmen war.
Abseits der Rennstrecke kam VW aus Sicht der Börsianer aber zuletzt nur zaghaft vom Fleck. Seit dem Amtsantritt von Konzernchef Oliver Blume im September hat sich der Kurs des Autoherstellers um rund acht Prozent verschlechtert.
Immerhin: Seit Juni legt das Papier im Trend wieder zu. Ein Grund: Das Management um VW-Vorstand Blume arbeitet derzeit „am größten Umbau seit Jahrzehnten“, wie es aus der Topebene in Wolfsburg im Hintergrund heißt. Das Handelsblatt berichtete mehrfach über den Plan, der bessere Werksauslastungen, jährliche Kostensenkungen in Milliardenhöhe und eine Neuordnung des Konzerngefüges vorsieht.
Mit dem Maßnahmenpaket sollen sich die vielen Marken im VW-Kosmos stärker am Kapitalmarkt ausrichten, effizienter werden. So sollen finanzielle Spielräume entstehen, um in technologische Neuerungen zu investieren und VWs Position in China und Nordamerika zu stärken.