Bafin: Warum die Finanzaufsicht vor Swiss Investment Solution warnt
Die einzige verfügbare Adresse der Swiss Investment Solution verweist auf einen Apartmentblock in der Stadt. Es ist nicht die einzige Ungereimtheit bei dem Investmenthaus.
Foto: dpaDüsseldorf, Zürich, Berlin. Das ist der Stoff, der Investoren träumen lässt: Der Umsatz sei im vergangenen Halbjahr um zehn Prozent auf 6,3 Milliarden Euro gestiegen, der Vorsteuergewinn sogar um 26,6 Prozent auf 49 Millionen Euro, teilte das Schweizer Investmenthaus Swiss Investment Solution (SIS) vor wenigen Tagen mit. „Kurs aufs Parkett“, trommelte der Vermögensverwalter. Der zum Jahresende geplante Börsengang an der New Yorker Wall Street werde vorgezogen.
Ihre Erfolgsgeschichte verbreitet die SIS seit einigen Wochen über Businesswire. Der Wirtschaftsnachrichtendienst gehört zum Berkshire-Hathaway-Imperium von US-Starinvestor Warren Buffett.
Laut Eigenwerbung steht Businesswire „für sichere und akkurate Verbreitung von marktbewegenden Nachrichten“. Trotzdem sollten Anleger, die sich für die Festgeldverträge oder andere Finanzprodukte der SIS interessieren, skeptisch sein.
Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat am Freitag eine Warnung veröffentlicht. Die Verantwortlichen der SIS träten an Kundinnen und Kunden in Deutschland heran, um ihnen Festgeldangebote mit hoher Verzinsung zu unterbreiten. Zudem werbe die Gesellschaft mit einem bevorstehenden Börsengang und biete den Kauf vorbörslicher Aktien an – allerdings ohne Genehmigung.