Chart des Tages: Euro steigt auf 16-Monats-Hoch
Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fällt am Dienstag zeitweise auf den tiefsten Stand seit knapp drei Wochen.
Foto: IMAGO/Martin WagnerDüsseldorf. Die Stärke der europäischen Gemeinschaftswährung setzt sich fort. Am Donnerstag notierte der Euro in der Spitze bei 1,1188 Dollar. Höher war der Kurs zuletzt im März 2022. Auf 52-Wochen-Sicht hat der Euro gegenüber der US-Währung um mehr als elf Prozent aufgewertet.
Auslöser für die Euro-Stärke sind gedämpfte Zinserwartungen in den USA. Durch die dort stark rückläufige Inflation rechnen Investoren in diesem Jahr nur noch mit einem Zinsschritt der US-Notenbank Fed um 0,25 Prozentpunkte. Das zeigt das „Fed Watch Tool“ der Optionsbörse CME Group in den USA. Zuvor hatten sie noch mit einem zweiten Zinsschritt gerechnet.
Die Europäische Zentralbank dürfte also die Leitzinsen noch anheben, wenn die Fed bereits eine Pause später in diesem Jahr eingelegt hat. Dieser Effekt kommt im Wechselkurs zum Tragen. Thomas Altmann von QC Partners urteilt daher: „Das, was wir am Devisenmarkt aktuell sehen, ist weniger eine Euro-Stärke als vielmehr eine Dollar-Schwäche.“