Letzte Zinserhöhung erwartet: Wie Anleger ihr Depot vorbereiten können
Fed und EZB streben die vielleicht letzte Zinserhöhung in diesem Zyklus an. Anleger können sich vorbereiten.
Foto: IMAGO/ZoonarFrankfurt. Die Stimmung hat sich aufgehellt. In dieser Woche, so hoffen viele Anleger und Anlegerinnen, wird es die letzten Zinserhöhungen der US-Notenbank (Fed) am 26. Juli und der Europäischen Zentralbank (EZB) am 27. Juli in diesem Zyklus geben. Das wäre eine gute Nachricht für die Besitzer von Anleihen und Aktien, deren Kurse unter den rasch steigenden Zinsen gelitten haben.
Außerdem glauben viele, dass die Welt an einer großen Rezession vorbeikommt. Zuletzt haben Ökonomen der US-Banken Morgan Stanley und Goldman Sachs sich optimistisch zur US-Konjunktur geäußert. Das wäre die zweite gute Nachricht.
Aber wie genau ist die Situation einzuschätzen? Wie viel Zuversicht ist schon in den Kursen eingepreist? Welche Schlüsse sollten Investoren für ihr Depot ziehen?
Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei der Fondsgesellschaft Fidelity International, sieht mehrere Faktoren, die bisher eine Rezession verhindert haben, aber an Bedeutung verlieren. Deshalb rät er zur Vorsicht.
Einer dieser Faktoren sind die Corona-Stimuli der Regierungen. Diese wirkten immer noch, vor allem in den USA, so Roemheld. Hinzu komme: „Die Unternehmen scheuen Entlassungen und sind zum Teil noch mit sehr niedrigen Zinsen verschuldet.“