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  5. 388 Millionen Dollar Strafe: UBS hakt für Credit Suisse Archegos-Skandal ab

Schweizer GroßbankUBS hakt für Credit Suisse Archegos-Skandal ab

Milliardenverluste durch den Kollaps des Hedgefonds Archegos stürzten die Credit Suisse 2021 tief in die Krise. Nun beendet der neue Eigner UBS das unrühmliche Kapitel – und zahlt die Strafsumme.Jakob Blume 24.07.2023 - 18:58 Uhr Artikel anhören

Der Skandal um Archegos und seinen Manager Bill Hwang hatte der Credit Suisse Mitte März 2021 einen Verlust von fünf Milliarden US-Dollar eingebrockt.

Foto: Reuters

Zürich. Die UBS räumt eine Altlast der im März übernommenen Credit Suisse aus dem Weg: Die Schweizer Großbank zahlt im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos für die Tochter Credit Suisse insgesamt 388 Millionen US-Dollar Strafe an die Finanzaufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien. Das gab die UBS am Montagabend bekannt.

Der Skandal um Archegos und seinen Manager Bill Hwang hatte der Credit Suisse Mitte März 2021 einen Verlust von fünf Milliarden US-Dollar eingebrockt. Er verschärfte die Vertrauenskrise, von der sich die einst zweitgrößte Schweizer Bank nie wieder erholte. Die Krise gipfelte zwei Jahre später in einer massenhaften Kundenflucht und einer staatlich orchestrierten Notrettung durch die UBS.

Archegos-Chef Hwang war mithilfe von komplexen, außerhalb der Börse gehandelten Derivaten hochriskante Wetten auf amerikanische Aktien sowie in den USA gelistete chinesische Tech-Werte eingegangen. Dafür hatte sich der Hedgefondsmanager praktisch an der gesamten Wall Street Milliarden geliehen.

UBS will Altfälle der Credit Suisse beilegen

Als sich die waghalsigen Wetten gegen Hwang wendeten, begann Goldman Sachs als erste Bank, dessen Positionen abzuwickeln. Die Credit-Suisse-Banker wurden als letzte auf die Krise aufmerksam – und verloren daher das meiste Geld. Insgesamt verbrannte Archegos zehn Milliarden Dollar. Auch die UBS hatte sich auf Geschäfte mit Hwang eingelassen und verlor seinerzeit rund 500 Millionen Dollar.

Der Milliarden-Verlust im Zusammenhang mit Archegos zog für die Credit Suisse auch eine Sonderuntersuchung der Schweizer Finanzaufsicht Finma nach sich. Auch diese Untersuchung ist nun abgeschlossen.

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Bereits in einem von der Credit Suisse beauftragten internen Report machten US-Anwälte „Versäumnisse bei der effektiven Steuerung der Risiken“ aus sowie eine „ungenügende Erfüllung der Aufsichtspflichten in der Investmentbank und im Risikobereich“. Finma und die US-Bankenaufsicht hatten der Credit Suisse daraufhin Auflagen verordnet.

Die UBS versicherte in der Mitteilung, die eigenen Risikomanagement-Grundsätze sowie die Unternehmenskultur im Zuge der Integration der Credit Suisse in der gesamten Bank zu verankern. „UBS hat mit der entsprechenden Umsetzung im Risikomanagement der Credit Suisse bereits begonnen, einschließlich der Maßnahmen, welche im Rahmen der erzielten Einigung angeordnet wurden.“ Die UBS beabsichtige, die ausstehenden Rechtsfälle der Credit Suisse im Zuge der Integration zügig beizulegen.

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