Immobilien: Wie sich die Bauzinsen nach dem EZB-Entscheid entwickeln
Ein Gebäude wird in Hannover errichtet, während am Horizont die Sonne aufgeht. Die Konditionen für Bauzinsen schwanken derzeit deutlich.
Foto: dpaFrankfurt. Selbst die Profis hat der Umschwung überrascht: Die Zinsen für Baukredite sind der Bundesbank zufolge seit dem Frühjahr 2022 in Deutschland im historischen Vergleich unerwartet stark gestiegen.
So haben steigende Zinsen, eine starke Inflation und hohe Baukosten die Konditionen für eine Immobilienfinanzierung stark verändert. Lagen die Bauzinsen Anfang 2021 noch unter einem Prozent, pendelt der Satz für zehnjährige Darlehen derzeit in einem Korridor zwischen 3,5 und knapp vier Prozent.
Nun hat der EZB-Rat am Donnerstag eine Anhebung um weitere 0,25 Prozentpunkte beschlossen und den Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Geld bei der EZB besorgen können, auf 4,25 Prozent erhöht.
Umso wichtiger für Immobilienkäufer ist darum die Frage, wie sich die Bauzinsen nach dem jüngsten EZB-Entscheid weiterentwickeln werden.
Springen die Bauzinsen bald über die Marke von vier Prozent? Das sind die wichtigsten Antworten von Fachleuten zu den voraussichtlichen Konditionen für Immobilienkäufer in den kommenden Monaten.
Müssen sich Immobilienkäufer auf weiter steigende Bauzinsen einrichten?
„Die aktuelle Zinserhöhung der EZB um 0,25 Prozentpunkte wird keine relevante Auswirkung auf die Baufinanzierungszinsen haben“, sagt Michael Neumann, Vorstand des Immobilienfinanzierers Dr. Klein.