Baubranche: Wohnungsabrisse erreichten 2022 neuen Tiefstand
Im vergangenen Jahr wurden knapp 16.500 der insgesamt rund 43,4 Millionen Wohnungen in Deutschland abgerissen oder zu Gewerbeflächen umgewidmet. Das ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts der niedrigste Stand seit 1992. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau fordert eine staatliche Prämie für den Abriss schwer sanierbarer Häuser und anschließenden Neubau. Dem erteilte ein Sprecher des Bundesbauministeriums auf Handelsblatt-Anfrage eine Absage. Abrisse seien schädlich für das Klima und es gebe bundesweit zahlreiche Beispiele, wie baufällige Gebäude wiederhergerichtet worden seien.
Bereits im August hatte die Deutsche Umwelthilfe zusammen mit anderen Organisationen dafür plädiert, den Erhalt von Gebäuden attraktiver zu machen. Die Ökobilanz einer Sanierung sei deutlich besser als beim Abriss. Zudem gebe es bisher zu selten tragfähige Recyclingkonzepte für Bauschutt. Bau- und Abbruchabfälle machen dem Statistischen Bundesamt zufolge mehr als die Hälfte des Abfallaufkommens in Deutschland aus.
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