Start-up Doccla: Telemonitoring-Unternehmen übernimmt Open TeleHealth
Das System für die Selbstversorgung des Start-ups.
Foto: UnternehmenDüsseldorf. Gesundheitsversorgung von zu Hause aus – dieses Versprechen will das britische Start-up Doccla nun auch in Deutschland einlösen. Die „virtuelle Klinik“, wie Doccla sein Angebot selbst nennt, besteht aus verschiedenen medizinischen Messgeräten und einem Smartphone, die über eine Plattform mit medizinischem Personal verbunden werden.
In Großbritannien funktioniert das Geschäftsmodell gut: Doccla ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und beschäftigt mittlerweile 100 Mitarbeiter. Investiert hat in das Start-up unter anderem der US-amerikanische Wagniskapitalgeber Geral Catalyst, der bereits am Telemonitoring-Einhorn Cadence beteiligt ist, mit den USA aber einen anderen Zielmarkt hat.
Doccla wird in 42 Regionen Großbritanniens von verschiedenen Organisationen in der Pflege eingesetzt. Dazu gehören zum Beispiel die Gesundheitsdienste Solent NHS Trust und Central and North West London NHS Foundation Trust sowie landesweite Hausarztpraxen. Dass das Geschäft in Großbritannien so gut läuft, überrascht nicht. Telemonitoring ist für die Kliniken vor Ort besonders wichtig, weil sie so dringend benötigte Betten freihalten können. Das britische Gesundheitssystem NHS hält im OECD-Vergleich im Durchschnitt eher wenige Krankenhausbetten vor: Auf 1000 Einwohner kommen 2,4 Betten, der OECD-Durchschnitt liegt bei 4,6.