Festgeld statt Tagesgeld: Das bedeutet die EZB-Zinserhöhung für Sparer
Experten gehen davon aus, dass der nach dem jüngsten Zinsschritt der Europäischen Zentralbank die Höhe bei der Zinsentwicklung erreicht sein dürfte.
Foto: Imago/Westend61München. Eigentlich müsste der jüngste Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) Sparer euphorisch stimmen. Schließlich geben die Leitzinsen die Richtung für Tagesgeld- und Festgeldzinsen vor. Nach der zehnten Zinserhöhung in Folge dürften auch die Sparzinsen weiter anziehen.
Denn: Die Banken haben weiterhin „großen Hunger nach Kundengeld“, wie Oliver Maier, Geschäftsführer beim Vergleichsportal Verivox, erklärt. Das jüngste Beispiel: Fortan bietet auch der Neobroker Trade Republic vier Prozent Tagesgeld für Neu- und Bestandskunden.
Für viele Sparer könnte dennoch der Wechsel aufs Festgeld sinnvoll sein. Denn vor allem auf lange Sicht verspricht diese Anlagemethode attraktive Konditionen. Experten raten dazu: Wer Kapital zur Seite gelegt hat, sollte sich für längere Zeit binden.
Die Meinungen der Experten über die weiteren Entwicklungen gehen auseinander. Während Oliver Maier es für möglich hält, dass in den kommenden Tagen und Wochen Angebote mit 4,25 oder auch 4,5 Prozent Zinsen kommen, ist Ania Scholz-Orfanidis von der FMH Finanzberatung skeptischer. „Wir haben den Zenit so gut wie erreicht“, sagt sie in Hinblick auf die Offerten für Neukunden. Viel „Luft nach oben“ sieht sie aber bei den Zinsen für Bestandskunden.