Cure Finance: Gründer kauft Start-up aus der Insolvenz
Der Gründer von Cure Finance.
Foto: HandelsblattIm Mai 2023 entschied sich der Gründer Martin Buhl dazu, vorläufige Insolvenz für sein Berliner Fintech-Start-up Cure Finance zu beantragen. Nachdem daraufhin kein Interessent ein Kaufangebot vorlegte, machte Buhl schließlich selbst eines: Im Sommer dieses Jahres kaufte der Geschäftsführer Cure Finance zurück. Inzwischen plant das Start-up bereits, sein Kundenangebot zu erweitern. Es sieht sich als Begleitprodukt von Banken. Im Gespräch mit Handelsblatt Inside positionierte Buhl sich damit gegen die Einschätzung, dass Cure Finance zur apoBank in Konkurrenz stehe.
Cure-Finance-Gründer: „Eigentlich war die Übernahme nicht geplant”
Nach einer Kapitalerhöhung des Fintechs im Januar blieb die Zahlung eines Investors aus. Eine Weiterfinanzierung durch Bestandsgesellschafter ermöglichte daraufhin eine Überbrückung für wenige Monate. Dann beantragte Buhl vorläufige Insolvenz. Im Zuge des Verfahrens habe es einige Interessenten gegeben, unter anderem eine Bank, die nicht aus dem Konkurrenzumfeld stamme, sagte der Geschäftsführer gegenüber Handelsblatt Inside.
Letztlich habe aber niemand ein Angebot abgegeben. „Eigentlich war die Übernahme nicht geplant“, so Buhl. Am Ende des Tages legte er selbst ein Angebot vor, das angenommen wurde. Neben seinen üblichen Aufgabenbereichen seien die Bereiche Vertrieb und Skalierung jetzt nach dem Relaunch besonders wichtig.