Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: US-Börsen schließen im Plus – Konjunktursorgen lassen nach
Ein Straßenschild an der New York Stock Exchange.
Foto: ReutersDüsseldorf. US-Anleger haben am Donnerstag ihre Zinssorgen beiseite geschoben und sich zurück an den Aktienmarkt getraut. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 33.666 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,8 Prozent auf 13.201 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,6 Prozent auf 4299 Punkte zu.
Die jüngsten Konjunkturdaten zeigten sich robust. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im zweiten Quartal aufs Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent.
Allerdings dürften ein drohender Regierungsstillstand in den USA die Aussichten für den Rest des Jahres trüben, sagten Börsianer. Da es nur noch wenige Tage bis zu einem möglichen Shutdown-Beschluss sind, warteten die Anleger auf weitere Abstimmungen des von den Demokraten kontrollierten Senats über eine parteiübergreifende kurzfristige Ausgabenmaßnahme
Am Devisenmarkt gab der US-Dollar-Index um 0,5 Prozent auf 106,13 Punkte nach. An den Anleihemärkten unterbrachen die Renditen ihre rasante Aufwärtsfahrt. Die zehnjährigen US-Treasuries rentierten mit 4,620 Prozent unter dem Vortagesniveau.
Die zuletzt deutlich angestiegenen Ölpreise, die die Inflationssorgen genährt hatten, sanken ebenfalls. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich um 1,5 Prozent auf 95,14 Dollar je Fass. Der Preis für ein Fass US-Leichtöl WTI sank um 2,1 Prozent auf 91,72 Dollar. Das machte die anfänglichen Gewinne von Ölkonzernen teils zunichte. Papiere von Chevron gaben 0,3 Prozent nach, Exxon Mobil verloren 0,6 Prozent.