Wopke Hoekstra: Designierter EU-Klimakommissar verspricht ambitionierte CO2-Ziele
Der 48-jährige Wopke Hoekstra hat sich bislang nicht besonders als Klimapolitiker hervorgetan.
Foto: IMAGO/ANPBrüssel. Es ist ein Versuch, die Wogen zu glätten. „Als Kommissar werde ich mich an Fakten, Zahlen und die Wissenschaft halten“, sagte der designierte EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra bei seiner Anhörung im Parlament am späten Montagabend. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und sein Vorgänger Frans Timmermans hätten die Grundlage für Europas grüne Transformation gelegt.
„Ich versichere Ihnen, wir werden mit dem Grünen Deal weitermachen und die Arbeit fortsetzen“, sagt Hoekstra den Parlamentariern. „Aber wir laufen hier einen Marathon, und keinen Sprint.“
Es geht um nichts weniger als das Kernprojekt der Europäischen Kommission. Als „Herzstück der Wirtschaft“ hatte Kommissionspräsidentin von der Leyen den Grünen Deal Anfang September in ihrer Rede zur Lage der Union bezeichnet. Doch wie es mit dem Grünen Deal weitergeht, steht vor einem entscheidenden Wendepunkt.
Unter dem Paket „Fit for 55“ hat die Kommission bereits eine Reihe von Gesetzen auf den Weg gebracht, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten und die Treibhausgasemissionen der EU bis 2030 gegenüber 1990 um 55 Prozent zu reduzieren. Der Grüne Deal sei von „beispielloser Ambition“ getragen, sagte von der Leyen. Manchen gehen die Ambitionen jedoch zu weit.