1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Industrie
  4. EU verschickt Fragebögen an Autoindustrie

Zollstreit mit ChinaEU verschickt Fragebögen an Autoindustrie

Im Streit um Subventionen für Elektroautos nimmt die EU die Autokonzerne in die Pflicht. BMW-Vorstand Walter Mertl fürchtet die Gegenreaktion aus China.Markus Fasse 06.10.2023 - 13:57 Uhr Artikel anhören

Der Münchener Autobauer BMW hat Post von der EU erhalten.

Foto: Reuters

München. Der BMW-Konzern gerät im Zollstreit um Elektroautos zwischen die Fronten der EU und China. „Wir haben jetzt Fragebögen zu unseren aus China importierten Elektroautos bekommen“, sagte Finanzvorstand Walter Mertl am Freitag in München. Konkret geht es um das in China produzierte Modell „iX3“, das BMW in China baut und in Europa verkauft.

Die Fragebögen sind Teil einer von der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen angestoßenen Wettbewerbsuntersuchung, die der chinesischen Autoindustrie Preisdumping vorwirft. Die EU verlangt deshalb nun von den Autoherstellern, die in China Elektroautos bauen, Details über Preise und Kosten.

Von der Leyen sprach von „riesigen staatlichen Subventionen“, die chinesische Autohersteller für den Aufbau der Elektromobilität erhielten. Die EU droht mit Strafzöllen, um die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Autohersteller zu verteidigen.

BMW will Elektrominis aus China importieren

„Ich halte Strafzölle nicht für die richtige Maßnahme“, entgegnet Mertl. Denn damit trifft die EU-Kommission auch den BMW-Konzern. Die Münchener produzieren seit 2021 das Elektro-SUV „iX3“ in China für den Weltmarkt. Und es gibt noch größere Pläne: Gemeinsam mit Great Wall und der BMW-Tochter Mini sollen in China Elektrominis gebaut werden.

Sollte die EU auf die Einfuhr der „E-Minis“ Strafzölle erheben, dürfte nicht nur das chinesische Exportmodell der Münchener wackeln. Noch empfindlicher ist BMW in die andere Richtung.

Das Vorstandsmitglied der BMW Gruppe fürchtet um Auswirkungen auf das Geschäft.

Foto: BMW Group
Verwandte Themen
Europäische Union

„Wenn das EU-Verfahren dazu führt, dass es am Ende Gegenmaßnahmen aus China gibt, dann kann das größere Auswirkungen auf unser Geschäft haben“, sagte Mertl. Konkret fürchtet er Nachteile für BMWs Geschäft in China, wo der Konzern weltweit ein Drittel seiner Absätze bestreitet.

Möglich wäre etwas, dass die Volksrepublik den Import von Autos aus der EU besteuert. BMW führt, wie Mercedes und Audi, vor allem seine Topmodelle aus Deutschland nach China aus. Alleine von der 7er Limousine, dem größten BMW-Modell, wird jedes zweite gebaut Auto in China verkauft.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt