Vonovia-Chef: „Mieten werden anziehen, selbst wenn die Inflation runtergeht“
Vonovia-CEO Rolf Buch sieht sich gut gerüstet für die schwierige Marktphase am Immobilienmarkt.
Foto: HandelsblattBochum. Rolf Buch hat am Tag des Interviews mit dem Handelsblatt gute Laune. Die Ratingagentur Moody‘s hat vor wenigen Stunden das Rating und den stabilen Ausblick bestätigt, während Konkurrent LEG heruntergestuft wurde. Der Vonovia-Chef sieht das Unternehmen gut gerüstet für die kommenden Monate: Dennoch bestreitet auch er nicht die großen Herausforderungen: „Dass wir in einem schwierigen Markt sind, ist unstrittig.“
Buch fürchtet, dass die Mieten weiter steigen werden, selbst wenn die Inflation zurückgeht, dafür sorge allein schon die Marktmechanik der Mietspiegel. Bei den Problemen beim Wohnungsneubau sieht Buch keine schnelle Besserung. Die Talsohle wird seiner Meinung nach erst 2025 durchschritten, „da werden wir in Deutschland wahrscheinlich deutlich unter die 200.000 neuen Wohnungen rutschen“, warnt der Manager.
Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Rolf Buch:
Herr Buch, in Berlin registrierte eine Wohnungsgesellschaft gerade 43.000 Bewerber auf 288 Wohnungen – und das in 30 Minuten. Haben Sie ähnliche Erlebnisse in letzter Zeit?
Ja, absolut. Wir müssen vergebene Wohnungen sehr schnell wieder aus dem Angebot löschen, weil wir der Flut von Anfragen kaum Herr werden. Es gibt Wohnungssuchende, die schreiben uns direkt um Mitternacht an, sobald eine Anzeige geschaltet wird. Daran sehen Sie, wie dringend wir den Neubau benötigen.