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AutovermieterHertz verlangsamt Ausbau seiner Elektroautoflotte

Hertz wollte bis Ende 2024 ein Viertel seiner Flotte zu elektrifizieren. Doch hohe Reparaturkosten und sinkende Wiederverkaufswerte der Elektroautos haben den Mietwagenanbieter zum Umdenken gebracht. 27.10.2023 - 08:40 Uhr Artikel anhören

Hertz hält grundsätzlich an seiner Vorreiterrolle bei der Elektrifizierung fest.

Foto: dpa

Estero. Zwei Jahre nach der großen Ankündigung von Hertz, 100.000 Teslas zu kaufen, gibt sich der Autovermieter nüchterner beim Ausbau seiner Elektroflotte. Man werde den Anteil von Elektroautos langsamer ausbauen als zuvor erwartet, sagte Firmenchef Stephen Scherr bei der Vorlage von Quartalszahlen am Donnerstag

Ein Problem sei, dass die wiederholten Preissenkungen von Tesla auch den Wiederverkaufswert der zuvor gekauften Flottenfahrzeuge gesenkt hätten. Zum anderen seien Schadensreparaturen bei Elektroautos in etwa doppelt so teuer wie bei Verbrennern.

Hertz hatte im vergangenen Quartal insgesamt gut 562.000 mietbare Fahrzeuge weltweit, darunter rund 442.000 in den USA. Elektroautos hätten einen Anteil von etwa elf Prozent an der Hertz-Flotte – und Tesla machten 80 Prozent davon aus, sagte Scherr.

Ziel sei „nicht in Stein gemeißelt“

Der Konzern habe zwar zuvor das Ziel ausgegeben, dass bis Ende 2024 ein Viertel der Flotte elektrisch sein soll – „aber das ist nicht in Stein gemeißelt“. Man wolle nun mehr günstigere Elektro-Fahrzeuge von anderen Herstellern wie General Motors kaufen. Bei ihnen rechne Hertz auch mit geringeren Reparaturkosten. Auch bei Tesla werde man von den nun niedrigeren Einkaufspreisen profitieren.

Hertz halte dennoch grundsätzlich an der Vorreiterrolle bei der Elektrifizierung der Flotte fest, unter anderem weil man nur so das Geschäft mit Fahrzeugen lernen könne, sagte Scherr. Hertz hatte im Oktober 2021 mit der Ankündigung für Aufsehen gesorgt, bis Ende 2022 100.000 Teslas bestellen zu wollen.

dpa
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