Immobilien-Blick: Der Leerstand sinkt, die Mieten steigen „schneller denn je“
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Foto: HandelsblattDie Nachfrage hält an, der Neubau schwächelt – als Folge stehen in Deutschland immer weniger Wohnungen leer: 2022 wurden deutschlandweit 2,5 Prozent der rund 554.000 marktaktiven Wohnungen nicht bewohnt. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 53.000 Einheiten und damit das größte Minus seit mehr als zwei Jahrzehnten, zeigt der Leerstandsindex des Beratungshauses Empirica und des Immobiliendienstleisters CBRE. Mit marktaktiven Wohnungen sind Geschosswohnungen gemeint, die sich unmittelbar vermieten oder in weniger als sechs Monaten aktivieren lassen.
Besonders auffällig ist laut den Autoren der Analyse: Erstmals gibt es im Vergleich zum Vorjahr in keinem der 400 Kreise einen Anstieg der Leerstandsquote. So ist selbst in Regionen mit sinkender Bevölkerungszahl der Wohnungsleerstand binnen Jahresfrist leicht gesunken – von 8,5 auf 8,3 Prozent.
In Gebieten mit einer wachsenden Zahl an Einwohnern schrumpfte der Leerstand von 1,9 auf 1,6 Prozent. In zahlreichen Groß- und Universitätsstädten steht so gut wie keine marktaktive Wohnung leer: In München, Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau, Münster und Erlangen liegt die Leerstandsquote zwischen 0,1 und 0,3 Prozent. Auf der anderen Seite haben Pirmasens (8,6 Prozent), Frankfurt an der Oder (8,4 Prozent) und Dessau-Roßlau (8,3 Prozent) die höchsten Leerstandsquoten.