22. Kunst- und Antiquitätenwochen Bamberg: Mit dem Oldtimer auf Einkaufstour
Der Kunsthandel Franke setzt auf barocke Silberplatten, Senger auf Heiligenfiguren, das Auktionshaus Schlosser auf eine italienische Brautkassette und Gregor von Seckendorff auf unikate Bronzeskulpturen der Moderne.
Foto: Oliver Giel; Bamberger Kunst- und AntiquitätenwochenBamberg. Sachen, die geglitzert haben“, verkaufte der spätere Kunsthändler Walter Senger, schon als er ein Kind war. Weinbergschnecken für fünf Mark den Eimer sein junger Kollege Gregor von Seckendorff. Beide sitzen auf den Holzbänken vor dem Hofbräu mitten in der Bamberger Altstadt in Sichtweite ihrer Läden. Die letzten Tage vor der Eröffnung der „22. Bamberger Kunst- und Antiquitätenwochen“ (21. Juli bis 21. August) sind angezählt. Bei von Seckendorff werden Vitrinen und Fenster geputzt, Senger hat seinen alten Mercedes 170 V, Baujahr 1953, vor dem Haus stehen.
„Shuttle Service“ steht auf dem Oldtimer, mit dem der 72-Jährige Kunden auf den Domberg oder zu Kollegen kutschiert; wobei es zu dem am weitesten entfernt angesiedelten Reinhard Keller, einem Neuzugang, auch nur um drei Ecken sind. Die Händler kennen ihn. In den 43 Jahren zuvor belieferte er ihresgleichen mit Ware, für die er um die ganze Welt reiste. „Er ist der Einzige, bei dem ich regelmäßig schaute, was er gebracht hat“, sagt Senger anerkennend.