Auktionsnachbericht: Lempertz: Heftige Bietkämpfe um japanische Kunst
Düsseldorf. In der Auktion am 8. Dezember waren bei Lempertz ganz besonders Objekte aus Tibet und Japan gefragt. Den höchsten Zuschlag erzielte ein Thangka des Buddha Amitabha. Das 168 mal 138 Zentimeter messende, imposante Stück wurde von Bietern an den Telefonen und online, aber auch im Saal von geschätzten 50.000 bis 70.000 Euro auf das Ergebnis von 541.800 Euro gehoben. Das ist das höchste Ergebnis, das überhaupt in diesem Jahr in einem deutschen Auktionshaus für Asiatika erzielt wurde. Das museale Exemplar befand sich lange in der Sammlung Wallraf und geht nun in die USA.
Sehr gute Ergebnisse erzielten insbesondere japanische Holzschnitte aus der Sammlung Michael Müller-Stüler. Hier konnten besonders Blätter von Hokusai die Aufmerksamkeit der Sammler auf sich ziehen. Die „Bauern bei einem großen Wasserrad“ stiegen von 10.000 Euro Taxe auf das Ergebnis von 27.720 Euro. Auch der „Blick auf den Berg Fuji“ stieg von 6000 auf 21.420 Euro.
Großes Interesse fanden die Netsuke. Ein besonders dynamisches Exemplar stellt einen Shōki, einen oni fangend dar. Der in Buchsbaum geschnitzte Kampf des Dämonenjägers mit dem Mythenwesen entfachte ein Bietergefecht, das die Taxe von 6000 Euro mit dem Ergebnis von 81.900 Euro weit hinter sich ließ.