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AuktionsvorberichtKultivierte Geldausgabe mit Anlagecharakter

Koller ruft nächste Woche Uhren und Juwelen auf, einen Raumanzug und einen Dinosaurierschädel, goldglänzendes Luxus-Mobiliar sowie Gemälde der Klassischen Moderne. Die Schätzpreise reichen von wenigen Tausend Franken bis zu vier Millionen.Susanne Schreiber 22.11.2024 - 16:10 Uhr Artikel anhören
Für Bulgaris Halsschmuck in Form einer stilisierten Schlange werden mindestens 25.000 Franken erwartet. Dazu gehören passende Ohrclips. Foto: Koller Auktionen

Zürich. Schmuck und Uhren sind aparte Geschenke. Der ihnen eingeschriebene Materialwert lässt die Trägerin erstrahlen und ist nebenbei auch noch eine beliebte Anlageform. Aktuell lässt sich eine verstärkte Hinwendung zu Sachwerten von Strahlkraft und Charme beobachten.

Solcherart Sachwerte lassen sich vor Weihnachten stets besonders gut versteigern. Auch in diesem Jahr dürfte die Nachfrage nach mehr als 300 Losen mit Juwelen bei Koller in Zürich wieder groß sein. Am 27. November 2024 ruft Cyrill Koller Ringe und ungefasste Edelsteine, Ketten und Armbänder von Cartier, Bulgari und Gübelin auf.

245 Naturperlen, aufgefädelt in drei Reihen, hält ein ovaler Verschluss mit zwei Altschliff-Diamanten zusammen. Der Schätzpreis für die 120 Jahre alte Perlenkette liegt zwischen 90.000 und 140.000 Schweizer Franken.

Wesentlich günstiger dürfte ein zartes Jugendstil-Collier werden mit einem Anhänger aus mehrfarbigen, floral gewundenen Emailstegen. Dafür werden 3.000 bis 5.000 Franken erwartet. Diesen Schätzpreis haben auch zwei Cartier-Ohrclips in Form von Panther-Köpfen. Deren Augen markieren Smaragd-Tropfen, glänzender Onyx ihre Nasen.

Juweliere lieben die Tierwelt. Von Bulgari kommt ein rosé-goldener Halsschmuck mit passenden Ohrclips in Form einer stilisierten Schlange zum Aufruf. Brillanten an Kopf und Schwanzspitze sollen den schillernden Charakter des Tieres auf die Trägerin übertragen. Kostenpunkt: mindestens 25.000 Franken.

Louis-Auguste-Alfred Beurdeley gilt als der beste Bronzegießer seiner Zeit. Sein Paar Kaminböcke mit geflügelten Löwen, Deckelvasen und aufwendiger Balustraden-Architektur soll mindestens 90.000 Franken einspielen. Foto: Koller Auktionen

Vom 26. November bis 3. Dezember werden bei Koller in Zürich die gängigen Sammelgebiete aus neun gedruckten Katalogen in zehn Saalauktionen aufgerufen und versteigert. Zum fünften Mal kommen Dinosaurierteile oder Objekte der Mondfahrt unter dem Titel „Out of This World“ zum Aufruf. Die beiden wichtigsten Lose sind ein sowjetischer Raumanzug, der 80.000 bis 120.000 Franken bringen soll, und eine im Weltraum getragene Omega-Speedmaster-Armbanduhr. Hierfür müssen 120.000 bis 180.000 Franken bewilligt werden.

Möbel französischer Meisterebenisten findet man immer wieder bei Koller. Diesmal wurde eine prächtige Privatsammlung von Möbeln und dekorativer Kunst unter dem Katalogtitel „Glanz und Raffinesse. Pariser Luxus im 19. Jahrhundert“ zusammengefasst.

Wer die Strahlkraft vergoldeter Bronze schätzt, findet zahlreiche Kerzenständer und Wandappliken, Kaminböcke und Uhren im vier- und fünfstelligen Bereich. Mit verkleinerten Nachbildungen der Allegorien von Tag und Nacht nach Michelangelos Entwurf für das Medici-Grab lockt eine Tischuhr im Napoleon-III-Stil. Sie soll mindestens 6.000 Franken kosten. Aus gleicher Zeit stammt ein reich dekorierter Halbschrank mit Piera-Dura-Einlagen, die Vögel, Insekten und Geäst kunstvoll imitieren. Hier liegt die Taxe zwischen 15.000 und 25.000 Franken.

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Louis-Auguste-Alfred Beurdeley gilt als der beste Bronzegießer seiner Zeit. Von ihm stammt ein Paar Kaminböcke mit geflügelten Löwen, Deckelvasen und aufwendiger Balustraden-Architektur. Diese attraktiven Hingucker sollen mindestens 90.000 Franken einspielen.

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Gehaltvoll sind auch die Kataloge der Impressionisten und der Schweizer Kunst. Die höchste Taxe gilt einem ruhigen Genfersee-Bild mit dem Mont Blanc im Hintergrund von Ferdinand Hodler. Das frühmorgendliche Landschaftsbild geht mit einer Schätzung von vier bis sechs Millionen Franken ins Rennen um das höchste Gebot. Im Frühling hatte Cyrill Koller ein vergleichbares Motiv von Hodler bei 4,4 Millionen Franken zuschlagen können.

Den Hype um die Surrealisten, deren Manifest vor 100 Jahren veröffentlicht wurde, befeuert ein rätselhaftes Bild von René Magritte, das eine Frauensilhouette und einen Käfig in eins setzt. „Moralité du sommeil“ ist eine Deckfarbearbeit auf Papier, die 400.000 bis 700.000 Franken bringen soll. In New York hat diese Woche bei Christie’s eine Papierarbeit verblüffende 18,8 Millionen Dollar erlöst.

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