Ausstellung in der Bundesbank: Franz Swetec – Mehr Sammler als Galerist
Düsseldorf. Der Schauplatz ist eine Sensation: Im achten Stock der Düsseldorfer Hauptverwaltung der Bundesbank befindet sich ein großer Besprechungsraum, dessen Längsseiten komplett verglast sind. Die Ausblicke auf die Landeshauptstadt sind atemberaubend, machen es der dort einmal im Jahr gezeigten Kunst allerdings gar nicht leicht, dagegen zu bestehen.
Seit 2009 finden die Ausstellungen statt, meist als konzentrierte Solo-Ausstellungen konzipiert, aber bereits wiederholt auch als Präsentationen außergewöhnlicher Sammlungen. In diesem Jahr ist der Galerist und Sammler Franz Swetec an der Reihe: „Kunst ist Seele – Seele ist Kunst“ ist der überraschend vielfältige Einblick übertitelt.
Der 1935 im heutigen Kroatien geborene Swetec ist in mehrfacher Hinsicht ein Sonderfall. Zum einen ist er der älteste noch aktive Galerist Düsseldorfs; seine Galerie – mit einer Dependance in Griesheim bei Darmstadt – feiert gerade ihr 55-jähriges Bestehen.
Zum anderen darf man Swetec wohl als Autodidakten bezeichnen, denn er absolvierte eine Schreinerlehre und geriet ganz zufällig, aber eben schicksalhaft über eine erste Anstellung bei der Firma Wella in Darmstadt an die Kunst. Karl Ströher, einem der Wella-Inhaber, fiel das besondere Geschick Swetecs auf, sodass er ihn zum persönlichen Mitarbeiter in seinem Privathaus und damit seiner hochambitionierten Sammlung machte.