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Virtuelle Zusammenkünfte Diese Gemeinschaftsaktivitäten klappen auch in Zeiten der Coronakrise

Nicht nur das Arbeiten, auch ein Film- oder Spieleabend kann von zu Hause aus funktionieren. Es braucht dafür nur Internet – und die richtigen Apps und Werkzeuge.
11.04.2020 - 16:54 Uhr Kommentieren
Auch der Austausch mit Freunden und Familie findet in diesen Tagen häufig über den Laptop statt. Quelle: dpa
Freizeitgestaltung in Corona-Zeiten

Auch der Austausch mit Freunden und Familie findet in diesen Tagen häufig über den Laptop statt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Woche drei des bundesweiten Kontaktverbots neigt sich dem Ende zu. Und ein Ende der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus ist in Deutschland nach wie vor nicht in Sicht. Während Politiker und Wissenschaftler mögliche Auswege aus dem Shutdown von Wirtschaft und Gesellschaft suchen, bleibt „Social Distancing“ das Gebot der Stunde.

An gemeinschaftliche Aktivitäten mit Freunden und Familie ist am Osterwochenende also nicht zu denken – zumindest nicht im konventionellen Sinne.

Aber warum soll das, was im Arbeitsleben vielerorts seit Wochen funktioniert, nicht auch in der Freizeit klappen? Ob ein Brettspielabend mit Freunden, ein virtueller Kinobesuch oder eine Bandprobe über das Internet: Vieles kann auch dann stattfinden, wenn die Beteiligten zu Hause bleiben.

Wir stellen einige geeignete Apps und Anwendungen für Gemeinschaftsaktivitäten vor. Grundvoraussetzung für Einsteiger: ein Smartphone. Anwendungen für Fortgeschrittene setzen einen Computer mit Webcam, vereinzelt sogar eine Virtual-Reality-Brille voraus.

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    Ein Spieleabend

    Gemeinsam an einem Tisch – zumindest virtuell. Quelle: Berserk Games
    Schachbrett-Simulation

    Gemeinsam an einem Tisch – zumindest virtuell.

    (Foto: Berserk Games)

    Für Einsteiger: Für einen gelungenen Spieleabend in Zeiten von Corona braucht es eigentlich nicht mehr als eine Videochat-App mit Konferenzfunktion – sei es Skype, Whatsapp oder Zoom. Wenn es ein Brettspiel sein soll, besitzt der virtuelle Gastgeber im besten Fall zwei Webcams, notfalls ergänzen sich Smartphone- und PC-Kamera. Eine Kamera filmt das Spielbrett ab, die andere den Spielleiter. Der Rest der Runde erteilt Spielzug-Anweisungen von zu Hause aus.

    Etwas weniger aufwendig ist die Browser-Variante: Auf Webseiten wie Boardgamearena.com findet sich eine große Auswahl an Karten- und Brettspielen, die direkt im Webbrowser mit Freunden gespielt werden können. Viele Brettspiel-Klassiker, beispielsweise Monopoly, sind zudem als separate Apps für das Smartphone erhältlich.

    Noch einfacher, vor allem für schnelle Spielrunden zwischendurch: die Videochat-App Houseparty. Hier sind vier Partyspiele bereits integriert: „Wer bin ich?“, ein nach dem Montagsmaler-Prinzip funktionierendes Ratespiel, ein Kartenspiel und ein Trivia-Quiz. Die App ist allerdings ausschließlich in englischer Sprache verfügbar.

    Für Fortgeschrittene: Wer bei aller räumlichen Distanz zumindest virtuell an einem Tisch mit seinen Mitspielern sitzen möchte, sollte einmal das Computerspiel Tabletop Simulator ausprobieren. Die Software hievt den virtuellen Spieleabend förmlich auf ein neues Level: Hier wird tatsächlich eine dreidimensionale Spielfläche simuliert, mit der bis zu zehn Nutzer gleichzeitig interagieren können. Wer genug von der Runde hat, kann den virtuellen Spieletisch sogar umwerfen.

    Zwölf Spiele sind bereits integriert – darunter Schach, Poker und Backgammon –, über 14.000 weitere lassen sich zusätzlich herunterladen. Erhältlich sind Tabletop Simulator und alle dazugehörigen Erweiterungen ausschließlich über die von der US-Firma Valve betriebene Videospielplattform Steam.

    Die Anwendung, die von einem kleinen Independent-Entwicklerteam stammt, ist bereits 2015 erschienen und führte lange Zeit ein Nischendasein. Die Coronakrise brachte die Nutzerzahlen aber jetzt zum Explodieren: Zuletzt nutzten den Simulator bis zu 36.000 Spieler zur selben Zeit. Zum Vergleich: Noch im Februar lag der Höchstwert bei 5000 Nutzern.

    Ein Filmabend mit Freunden

    Wer eine VR-Brille besitzt, kann trotz Coronakrise ins Kino gehen. Doch ein gemeinsamer Filmabend geht auch ohne. Quelle: Bigscreen VR
    Virtueller Kinosaal in Bigscreen

    Wer eine VR-Brille besitzt, kann trotz Coronakrise ins Kino gehen. Doch ein gemeinsamer Filmabend geht auch ohne.

    (Foto: Bigscreen VR)

    Für Einsteiger: Wer trotz Kontaktverbots einen Filmabend mit Freunden verbringen möchte, kann natürlich auch einfach parallel den gewünschten Stream einschalten und WhatsApp oder Skype im Blick behalten. Einfacher macht das Ganze aber das Chrome-Add-On Netflix Party.

    Wer die Erweiterung in seinem Webbrowser installiert hat, kann andere Nutzer mit wenigen Klicks in eine gemeinsame Streaming-Sitzung einladen – mit synchronisiertem Bild. Zudem ergänzt Netflix Party das Fenster um einen Chatbalken, über den sich die Teilnehmer austauschen können.

    Verfügbar ist das Add-On, dessen Entwickler in keiner Verbindung zu Netflix stehen, ausschließlich für Google Chrome. Zudem benötigen alle Teilnehmer einen Netflix-Account.

    Für Fortgeschrittene: Trotz Coronakrise ist es noch möglich, gemeinsam mit Freunden ins Kino zu gehen – zumindest in der virtuellen Welt.

    Die für alle gängigen VR-Brillen erhältliche App Bigscreen verfügt tatsächlich über ein virtuelles Kinoangebot, zu dem sich Nutzer untereinander verabreden können. In Zusammenarbeit mit dem Filmstudio Paramount zeigt Bigscreen jede Woche vier meist etwas ältere Filme zu festen Abspielzeiten.

    Wer ein Ticket erwirbt, kann alle Vorstellungen des Films in der jeweiligen Woche besuchen – wahlweise in einem privaten Kinosaal oder gemeinsam mit anderen Nutzern in öffentlichen Räumen. Es existiert auch eine Lobby, in der sich die Kinobesucher nach dem Film austauschen können.

    Unabhängig vom Kinoangebot bietet Bigscreen auch die Möglichkeit, neben Freunden in einer virtuellen Umgebung Platz zu nehmen und dabei an ihrer Filmsammlung teilzuhaben.

    Eine Jamsession

    Eine Bandprobe funktioniert notfalls auch über das Internet. Quelle: Jefferson Santos/Unsplash
    Gemeinsames Musizieren

    Eine Bandprobe funktioniert notfalls auch über das Internet.

    (Foto: Jefferson Santos/Unsplash)

    Für Einsteiger: Der kostenlose Online-Dienst JQBX ermöglicht zwar kein gemeinsames Musizieren, aber zumindest gemeinsames Musikhören. Ähnlich wie Netflix Party synchronisiert er Streaminginhalte von Spotify für mehrere Nutzer und ermöglicht einen parallelen Austausch über ein Chatfenster.

    Neben privaten Räumen gibt es auch die Möglichkeit, in öffentlichen Räumen mit Nutzern aus aller Welt zu interagieren. Voraussetzung: ein Account bei Spotify.

    Für Fortgeschrittene: Wer selbst musikalisch tätig ist und sich in Corona-Zeiten nach einer Bandprobe sehnt, findet zahlreiche Möglichkeiten, online mit anderen zu musizieren. Auch hier bietet sich zunächst eine einfache Videokonferenz über Skype oder Zoom an.

    Professioneller wird die Jamsession aber mit explizit für diesen Zweck entwickelten Diensten wie Jamkazam oder Jammr. Diese bieten zudem auch Community-Funktionen an, mit denen sich Teilnehmer für gemeinsame Sessions schnell finden lassen.

    Mehr: Kontaktverbot und Langeweile? Zehn Buchtipps für die Coronakrise

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