Geldanlage: Was in diesem Jahr aus 100.000 Euro Startkapital wurde
Frankfurt. Wer risikofreudig investiert hat, wurde im zu Ende gehenden Börsenjahr belohnt. Nachdem schon 2023 ein sehr gutes Jahr für Anlegerinnen und Anleger war, haben 2024 die weltweiten Leitzinssenkungen der Notenbanken und die überraschend robuste Wirtschaft die Börsen weiter beflügelt. Beim Aufschwung spielte auch die Hoffnung auf eine weiter wachsende Wirtschaft in den Vereinigten Staaten unter dem designierten US-Präsidenten Donald Trump eine große Rolle, der Steuersenkungen und Deregulierung in Aussicht stellt.
Zu den gefragten Risikoanlagen 2024 gehörte die Kryptowährung Bitcoin ebenso wie die meisten Aktienmärkte sowie Anleihen von Unternehmen mit schwacher Bonität. Am meisten ließ sich mit dem Rohstoff Kakao verdienen. Ausreißer nach unten gab es nur wenige.
Für das neue Jahr sind Strategen vorsichtiger. Anja Hochberg, leitende Fondsmanagerin bei Swisscanto, sagt etwa: „Das kommende Jahr dürfte mit moderaten Erträgen einhergehen.“ Experten wie Bernd Meyer, Chefanlagestratege bei der Privatbank Berenberg, erwarten zwar, dass die Leitzinsen weiter sinken und die Weltwirtschaft 2025 ähnlich stark wächst wie 2024. Aber Meyer sagt auch: „Politische Entwicklungen sind nicht zu unterschätzen und könnten Märkte und Anleger umstimmen.“
Aktien, ETF, Bitcoin und Gold – die Tops und Flops der Geldanlage im Jahr 2024
Wer gut aufgestellt ins neue Jahr gehen will, sollte zudem wissen, wie sich die verschiedenen Anlageklassen in der Vergangenheit entwickelt haben. Deshalb hat das Handelsblatt ausgerechnet, was 2024 aus einem Startkapital von 100.000 Euro in den verschiedenen Anlageklassen geworden ist. Steuern und Handelskosten blieben dabei außen vor.