Aktien: Fondsmanager zu KI-Blase – „Wenn das passiert, gehen alle Warnleuchten an“
München. Wer den Fondsmanager Jens Ehrhardt zu möglichen Marktkrisen und Crashszenarien befragt, bekommt eine Ruhe gespiegelt, die in seiner Branche selten ist. Ein Grund dafür könnte sein, dass Ehrhardt schon viel erlebt hat, seit er in den 1970er-Jahren seinen breit ausgerichteten FMM-Fonds startete.
Denn auch wenn die Börsen immer mehr von politischen Entwicklungen und Emotionen der Anleger getrieben werden, schaut der 83-Jährige zuerst auf die Daten von Unternehmen. Cashflows, Schuldenstände und Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis würden mehr verraten als viele Nachrichten, die täglich über den Ticker laufen, sagt Ehrhardt.
Im Gespräch mit dem Handelsblatt erklärt der Chef des Fondshauses DJE, wann er bei Investments in Künstliche Intelligenz vorsichtig wird, warum im Mai 2026 ein entscheidender Moment für die Finanzmärkte ansteht – und dass Anleger sich von den hohen Staatsschulden etwa der USA nicht schrecken lassen sollten.