Aktien: So optimieren Sie Ihre Geldanlage für mehr Rendite
München. „Aufräumen ist der Beginn, seine innere Ordnung zu finden“, sagt Marie Kondo, die mit Büchern wie „Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ ein Millionenpublikum erreicht hat. Ob es Anlegerinnen und Anlegern zur inneren Ordnung verhilft, wenn sie ihr Depot ausmisten, ist zwar unklar.
Zwei erfahrene Finanzexpertinnen berichten im Gespräch mit dem Handelsblatt jedoch auch von großem Aufräumbedarf bei Investoren: Bei ihren Kundenterminen würden sie immer wieder mit Depots konfrontiert, in denen sich einiges angesammelt habe, das wenig bis keine Rendite mehr bringe, sagen die Finanzpsychologin Monika Müller und die Finanzplanerin Stefanie Kühn übereinstimmend.
Nach Angaben der Direktbanken Comdirect und DAB besteht ein durchschnittliches Depot hierzulande aus knapp zehn Positionen: Das können Aktien, Anteile von Fonds und börsengehandelte Indexfonds, ETFs, oder Anleihen sein. Allerdings halten die Experten der DAB es für möglich, dass die Depots von Neu-Anlegern, den Schnitt drücken. Viele von ihnen haben zuletzt nur auf wenige ETFs gesetzt.
Die Depots, in die Müller und Kühn Einblicke erhalten, sind dagegen oft älter und umfangreicher. „Man kann an den Aktien und Fonds in einem Portfolio nicht nur ablesen, seit wann angelegt wird, sondern auch welche Investmenttrends es einmal gab“, sagt Kühn, die als selbstständige Honorarberaterin in ihrer Firma Private Finanzplanung Kühn im niedersächsischen Westerstede arbeitet. Sie weiß aus gut 20 Jahren Beratung: Nicht jeder Trend währt ewig und die Börsenstars von heute können die Verlierer von morgen sein.
Worauf Anlegerinnen und Anleger beim Ausmisten achten sollten und warum die Idee der japanischen Bestsellerautorin Kondo von der inneren Ordnung durchaus auch auf Depots angewendet werden kann.