Geldanlage: Covered-Call-ETFs boomen – worauf Anleger achten sollten
Frankfurt. Der Deal, den sogenannte Covered-Call-ETFs anbieten, ist einfach: Anlegerinnen und Anleger der börsengehandelten Fonds (ETFs) tauschen einen Teil ihrer möglichen Kursgewinne ein. Im Gegenzug erhalten sie ein regelmäßiges Extra-Einkommen – und meist Ausschüttungen, die selbst jene vieler Dividendenfonds übersteigen.
Diese Ausschüttungen machen die Produkte immer beliebter. Vor allem in den USA boomen Fonds, die mit Derivaten ein zusätzliches Einkommen erzielen sollen. Das Analysehaus Morningstar schätzt, dass Anleger dort in den vergangenen drei Jahren unter dem Strich mehr als 110 Milliarden Dollar in solche Strategien investiert haben. Die Hälfte davon floss den Fonds in den vergangenen zwölf Monaten zu.
„In den USA sind Covered-Call-ETFs sehr beliebt“, sagt auch Markus Jordan, Chef der Plattform ExtraETF. In Deutschland gebe es bisher noch deutlich weniger Produkte.
Doch auch in Europa setzen Anleger nach Morningstar-Zahlen zunehmend auf Covered-Call-ETFs. Das Handelsblatt erklärt, wie sich die Produkte unterscheiden, für wen sie sich lohnen können und worauf Anleger achten sollten.