Geldanlage: So investieren Anleger in Wandelanleihen
Köln. An den Aktienmärkten herrscht Abwartehaltung. Trotz Zollstreits, Ukrainekriegs und schwacher Konjunktur sind Aktienmärkte hoch bewertet. Viele Anleger fragen sich indes, ob sie in diesem Umfeld überhaupt noch in Aktien investieren sollen.
Eine Alternative sind Wandelanleihen. Diese Mischform aus Unternehmensanleihe und Aktie bietet Anlegern etwas mehr Stabilität im Depot, lässt sie dennoch an der Entwicklung des Aktienmarktes teilhaben.
Wie eine Anleihe haben die Wandler einen Zinskupon mit einer meist jährlichen Ausschüttung, am Laufzeitende erhalten Anleger den nominalen Wert, den Nennwert, des Papiers zurück. Zusätzlich haben Anleger das Recht, die Wandelanleihe in eine Aktie des Emittenten innerhalb einer Frist zu einem vorher festgelegten Preis umzuwandeln. Dafür ist der Kupon etwas niedriger als bei einer herkömmlichen Anleihe.
Wandelanleihen haben „Charme“, sind aber nicht ganz leicht zu verstehen
„Das Charmante an Wandelanleihen ist, dass Anleger – selbst wenn sich die Aktie nicht so gut entwickelt – regelmäßig Kuponzahlungen kassieren und am Ende der Laufzeit mindestens eine Rückzahlung zum Nennwert erwarten dürfen“, sagt Marian Appel-Graham, Fondsmanager beim Vermögensverwalter Flossbach von Storch. Bei fallenden Märkten hat dieser Anleihecharakter dadurch eine stabilisierende Funktion.