Gehebelte ETFs: Für diese Anleger lohnt sich der „heilige Amumbo“
Dieser börsengehandelte Indexfonds hat im Netz einen fast schon legendären Ruf. Denn sein Kurs ist, seit er im Juni 2009 aufgelegt wurde, um mehr als 5300 Prozent gestiegen – daher stammt die Bezeichnung Jumbo.
Der breite Aktienindex MSCI USA, der dem Amumbo zugrunde liegt, stieg in der gleichen Zeit um etwa 950 Prozent. Der ähnlich aufgestellte amerikanische Leitindex S&P 500 kam „nur“ auf ein Kursplus von 730 Prozent.
Anders als herkömmliche ETFs ist der „Heilige Amumbo“ ein gehebelter, oder wie Fachleute sagen leveraged, ETF. Diese Fonds, von denen es inzwischen gut 100 am deutschen Markt gibt, bilden den ihnen zugrunde liegenden Index mit einem bestimmten Faktor ab.
Beim Heiligen Amumbo ist es der Faktor zwei. Das heißt: Steigt der MSCI USA um zehn Punkte, klettert der Amumbo um 20 Punkte. Das gilt allerdings ebenso für Verluste: Sackt der US-Index um zehn Punkte ab, sinkt der Amumbo doppelt so stark.
Das mag für erfahrene Anlegerinnen und Anleger angesichts solch riesiger Gewinnchancen ein überschaubares Risiko sein. Doch der „Heilige Amumbo“ und auch andere gehebelte ETFs sind nach Einschätzung vieler Fachleute riskanter, als sie auf den ersten Blick wirken. Das Handelsblatt analysiert, welche Risiken gehebelte ETFs mit sich bringen und für wen und wann sie trotzdem ein gutes Investment sind.