Aktien: Trotz Unsicherheiten sollten Anleger nicht zu zögerlich agieren
Frankfurt. Die Zuspitzung des Nahost-Konflikts spiegelt sich an den Märkten deutlich wider: Die Ölpreise steigen angesichts der Sorge, dass die Öl-Lieferungen unterbrochen werden könnten.
Die weltweiten Aktienkurse schwächeln, während die Anleihekurse anziehen, weil Anleger aus Aktien in die als sichere Häfen geltenden westlichen Staatsanleihen umschichten. Und der Goldpreis, der ebenfalls als sicherer Hafen gilt, notiert in der Nähe seines Rekordhochs.
Investoren sorgen sich, wie weit der Krieg noch eskaliert und welche Folgen er für die Weltwirtschaft und damit auch für die Börsen haben wird. Bisher gehen Strategen wie Mark Häfele, Chef-Investor der Schweizer Großbank UBS, davon aus, dass sich der Konflikt nicht zu einem Krieg zwischen Israel und dem Iran und dessen Verbündeten ausweiten wird. Daher halten sie einen Absturz an den Börsen für unwahrscheinlich.
Nichtsdestotrotz dürften die jüngsten Entwicklungen dazu führen, dass manche Investoren nach dem bisher starken Aktienjahr nun erst einmal ihre Gewinne realisieren – auch um nach möglichen größeren Rücksetzern wieder günstiger einzusteigen.