Geld: Diese Schuldenkennziffer ist ein schlechtes Omen für den Dollar
Der Devisenmarkt hat bislang mit Gelassenheit auf das erneute Chaos in Washington reagiert. Die erste schlechte Nachricht waren Ende vergangener Woche die US-Arbeitsmarktdaten, die schwächer als erwartet ausfielen und damit ein weniger rosiges Bild von der US-Konjunktur zeichneten. Die zweite schlechte Nachricht folgte, als US-Präsident Donald Trump nicht etwa Reformen anmahnte, sondern daraufhin die Chefin der US-Behörde für Arbeitsmarktstatistik entließ.
Weil die Ereignisse das Potenzial haben, das Vertrauen der Investoren in die Leitwährung zu erschüttern, sprachen die Devisenmarktspezialisten der Commerzbank von einer „Breitseite gegen den Dollar“. Doch gemessen daran fiel die Marktreaktion verhalten aus. Von dem Anfang Juli erreichten Jahrestief bei 1,18 Dollar pro Euro ist die US-Währung aktuell noch deutlich entfernt.
Langfristig orientierte Investoren sollten sich ohnehin nicht allzu viel mit dem täglichen Auf und Ab an den Devisenmärkten aufhalten. Für sie bleibt die stark steigende US-Staatsverschuldung das größte Risiko für die Dollar-Wertpapiere im Portfolio. Vor allem eine Schuldenkennziffer treibt dabei Akademiker und Anlagestrategen gleichermaßen um. Sie ist ein schlechtes Omen für den Dollar, da sie langfristig eine Gefahr für den Status als Weltreservewährung ist.