Geldanlage: Das japanische Aktienwunder ist für Anleger auch ein Risiko
Über Langeweile kann sich die internationale Investorengemeinde im neuen Jahr nicht beklagen. Vor allem US-Präsident Donald Trump bringt reichlich Unruhe ins Leben von Finanzprofis und Privatanlegern – zuerst mit der Attacke auf Venezuela, dann mit den staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen US-Notenbankchef Jerome Powell und schließlich mit seinen Annexionsplänen für Grönland inklusive Strafzöllen für europäische Nato-Partner.
Vor allem Trumps Grönland-Aggression könnte gefährlich für die Märkte in den USA und Europa werden. Könnte es sich für Investoren in dieser Situation lohnen, sich in ganz anderen Weltregionen umzuschauen, zum Beispiel in Japan? Dort hat der Nikkei-Index seit Jahresbeginn mehr als sechs Prozent an Wert gewonnen und Rekorde aufgestellt.
Seit 2022 hat sich der japanische Leitindex mehr als verdoppelt. Die Prognosen der großen Investmenthäuser für 2026 gehen von weiteren Kursgewinnen aus.
Für den weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock gehören japanische Aktien zu den „bevorzugten taktischen und strategischen Engagements“, und die Experten von JP Morgan attestieren dem Tokioter Aktienmarkt für die nächsten zehn bis 15 Jahre die besten Chancen unter den großen Industrieländern, mit jährlichen Renditen von gut acht Prozent. Aber leider ist das japanische Aktienwunder nicht ohne Risiko für Investoren.