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US-ZölleTrump verbindet Grönland-Anspruch mit verweigertem Nobelpreis

Live-BlogKlingbeil kontert Trump – „Lassen uns nicht erpressen“ +++ EU-Staaten zu Krisensitzung zusammengekommen +++ Unionsfraktionsvize Müller droht USA mit Digitalabgabe +++ Der Newsblog. 19.01.2026 - 13:10 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Donald Trump: Der US-Präsident nimmt Norwegen eine Entscheidung übel. Foto: AFP
18.01.2026 – 12:47 Uhr Jana Brüntjen

Darum geht es in der neuesten Eskalation im Grönland-Streit

US-Präsident Donald Trump will unter Verweis auf den Grönland-Konflikt zusätzliche Zölle gegen Deutschland und sieben weitere europäische Staaten verhängen, alle von ihnen Nato-Länder. Die gestaffelten Zölle sollen so lange gelten, bis ein Abkommen über den vollständigen Kauf der Arktisinsel erzielt werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. 

Ab dem 1. Februar sollen zusätzlich Zölle in Höhe von zehn Prozent gelten, ab dem 1. Juni Zölle in Höhe von 25 Prozent, und zwar auf alle Waren, die in die USA gesendet werden. Aktuell gilt seit Sommer für die meisten EU-Exporte nach Amerika ein Zollsatz von 15 Prozent. Lesen Sie hier alle Details.
19.01.2026 – 10:13 Uhr Timm Seckel

Zölle, Trump, Davos – Hier finden Sie alles zu den wichtigsten Themen der Woche


Das Handelsblatt bildet alle aktuellen Entwicklungen rund um die Zoll-Drohung von US-Präsident Donald Trump in der Grönland-Frage ab. Weil aktuell auch das World Economic Forum in Davos läuft und dort Aktuelles dazu auf der Agenda steht, gibt es mehrere Handelsblatt-Newsblogs. Damit Sie keine wichtige Meldung verpassen, ist hier der Überblick:

19.01.2026 – 12:10 Uhr Lydia Wolter

Verteidigungsministerium: Erkundungsteam planmäßig abgereist

Die Ergebnisse der Erkundung für Übungen der Bundeswehr auf Grönland werden nach Angaben des Verteidigungsministeriums nun aufgearbeitet. „Die Erkundung ist planmäßig beendet worden am Wochenende und das Team ist planmäßig auch zurückgereist“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.

Das Erkundungsteam werde über die Bedingungen vor Ort berichten. Es gehe um Hafenerkundung, logistische Möglichkeiten, Tankkapazitäten und die auch Fragen wie die Enteisung von Luftfahrzeugen. Daraus werde operativer Ratschlag erarbeitet, der Grundlage sei für die weiteren militärischen und politischen Abstimmungen.

Die 15 Soldaten hatten die Arktisinsel am Sonntag mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen verlassen und sollten am Montag in Deutschland eintreffen. 
19.01.2026 – 11:56 Uhr Lukas Bay

EU will im Grönland-Konflikt vorerst auf Dialog setzen

Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen will im Grönland-Konflikt mit den USA vorerst auf Dialog setzen. „Aus den Konsultationen unter den EU-Staats- und Regierungschefs, einschließlich Präsidentin von der Leyen, geht klar hervor, dass die Priorität darin besteht, den Dialog zu suchen, nicht zu eskalieren, und die Verhängung von Zöllen zu vermeiden“, sagte ein Sprecher in Brüssel. Grund sei, dass die Verhängung weiterer Zölle letztlich Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks schädigen würde. 

Wie der Dialog mit den USA organisiert werden soll, sagte der Sprecher nicht. Ein Treffen zwischen von der Leyen und US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos war nach seinen Angaben zunächst nicht geplant.
19.01.2026 – 10:41 Uhr Lydia Wolter

Ifo-Chef Fuest: EU zweigleisige Strategie gegen Trumps Zolldrohung

Ifo-Präsident Clemens Fuest rät Deutschland und der EU im neu entfachten Zollkonflikt mit den USA zu einer zweigleisigen Strategie. „Erstens Gegenmaßnahmen ankündigen, falls die USA die Zölle wirklich einführen“, sagte der Chef des Münchner Instituts am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. 

„Zweitens aber Verhandlungen vorschlagen.“ Darin könne man klarmachen, dass die Übernahme von Grönland durch die USA keine Option sei. Zugleich könne angeregt werden, gemeinsam im Rahmen der Nato eine bessere Absicherung Grönlands zu organisieren.
19.01.2026 – 10:13 Uhr Lukas Bay

Starmer: Zolldrohungen Trumps sind „komplett falsch“

Der britische Premierminister Keir Starmer hat die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump im Streit um die von Washington erhobenen Ansprüche auf Grönland scharf kritisiert. Die Strafzölle, die Trump europäischen Ländern wegen ihres Widerstands gegen das Vorhaben angedroht hat, seien „komplett falsch“, erklärte Starmer am Montag bei einer Pressekonferenz in London. Ein Handelskrieg liege in niemandes Interesse. Großbritannien unterstütze das grundlegende Recht Grönlands und Dänemarks, über die Zukunft der Arktisinsel zu entscheiden.

Starmer, der sich seit dem Amtsantritt Trumps intensiv um gute Kontakte zu dem Republikaner bemüht hat, erklärte, die Beziehung beider Länder sei stark. „Wir sind entschlossen, diese Beziehung stark, konstruktiv und ergebnisorientiert zu halten.“ Dies bedeute jedoch nicht, so zu tun, als gebe es keine Differenzen. „Pragmatisch zu sein, bedeutet nicht, passiv zu sein, und Partnerschaft bedeutet nicht, Prinzipien aufzugeben.“
Keir Starmer: Der britische Premier richtet deutliche Worte an Donald Trump. Reuters
19.01.2026 – 09:49 Uhr Lukas Bay

Trump verbindet Grönland-Anspruch mit verweigertem Nobelpreis

US-Präsident Donald Trump hat in einem Schreiben an den norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre seine Ansprüche auf Grönland mit der Tatsache in Verbindung gebracht, dass er nicht mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

„Da Ihr Land beschlossen hat, mir den Friedensnobelpreis nicht zu verleihen, obwohl ich acht Kriege PLUS beendet habe, fühle ich mich nicht mehr verpflichtet, ausschließlich an den Frieden zu denken“, schreibt Trump in dem Brief, der Bloomberg vorliegt. Auch wenn dies immer im Vordergrund stehe, „kann ich nun darüber nachdenken, was für die Vereinigten Staaten von Amerika gut und richtig ist.“ Der Friedensnobelpreis wird nicht von der norwegischen Regierung vergeben, sondern von einem unabhängigen Komitee. Norwegen ist nicht Teil der EU, sondern nur der Nato. Trump will das Land sowie sieben weitere europäische Staaten wegen des Grönland-Streits mit Zöllen belegen.
Die Welt ist nicht sicher, solange wir nicht die vollständige und totale Kontrolle über Grönland haben
Donald Trump
19.01.2026 – 09:20 Uhr Lukas Bay

Frankreich will G7-Finanzministertreffen einberufen

Frankreichs Finanzminister Roland Lescure will als Reaktion auf Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Streit um Grönland ein Treffen mit seinen G7-Amtskollegen einberufen. Es solle „in den kommenden Tagen“ stattfinden, um über Handel und Souveränität zu beraten, sagt Lescure bei einem Treffen mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in Berlin.
19.01.2026 – 08:45 Uhr Lydia Wolter

SPD-Europapolitiker Lange: EU fähig zu harter Antwort auf Trump

Der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange, ist optimistisch, dass die Europäische Union im neuen Zollstreit mit den USA eine harte Haltung zeigen kann. Bisher habe es zwar Länder und Politiker gegeben, die sich „durchmogeln“ wollten, weil sie nicht so betroffen gewesen seien, sagt der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. „Das ist vorbei, weil wir jetzt sehen, dass es in den USA völlig unkalkulierbar ist und jeden treffen kann“, fügt er hinzu. 

Zudem brauche man für eine Entscheidung nur eine qualifizierte Mehrheit und keine Einstimmigkeit. Er verweist darauf, dass auch das EU-Parlament diese Woche über das Instrument zur Abwehr wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen (ACI) beraten werde, mit dem man auf die USA antworten könnte. 

Lange warnt, dass es europäische Souveränität aber nicht „zum Nulltarif“ geben werde. „Deswegen müssen wir auch damit rechnen, dass es kurzfristig wirtschaftliche Konsequenzen gibt“, sagt er mit Blick auf mögliche weitere US-Zölle.
19.01.2026 – 08:32 Uhr Lukas Bay

Klingbeil zu US-Zolldrohungen: „Lassen uns nicht erpressen“

Im Zollstreit mit den USA haben Deutschland und Frankreich eine geschlossene europäische Antwort auf die Drohungen von US-Präsident Donald Trump angekündigt. „Wir lassen uns nicht erpressen“, sagte Bundesfinanzminister und SPD-Co-Chef Lars Klingbeil am Montag in Berlin an der Seite seines französischen Kollegen Roland Lescure. Man bereite mit den europäischen Partnern Gegenmaßnahmen für den Fall vor, dass Trump seine Drohung im Grönland-Streit aufrechterhalte. Dazu gehöre, das bisherige Zollabkommen mit den USA auf Eis zu legen. Zudem könnten bis zum 6. Februar ausgesetzte europäische Zölle auf US-Importe in Kraft treten.

Zugleich betonte Klingbeil, er habe kein Interesse an einer Eskalation. Man werde mit den Vereinigten Staaten im Gespräch bleiben. Trump suche jedoch ständig die Provokation und das Gegeneinander. „Hier müssen wir Europäer deutlich machen: Die Grenze ist erreicht“, sagte Klingbeil. Die deutsch-französische Achse sei gerade in diesen turbulenten Zeiten entscheidend für ein starkes Europa.
Unsere Hand ist ausgestreckt, aber wir sind nicht bereit, uns erpressen zu lassen.
19.01.2026 – 08:19 Uhr Lukas Bay

Unionsfraktionsvize Müller droht USA mit Digitalabgabe

Auch in der CDU verschärft sich der Ton gegenüber den USA. Der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Sepp Müller fordert eine harte Antwort der Europäer auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump. Sollte dieser die rote Linie bei Grönland überschreiten, würden die USA dies zu spüren bekommen, sagt der CDU-Politiker den Sendern RTL und ntv. „Und das wird die Digitalsteuer sein“, betont Müller mit Blick auf die US-Techkonzerne. Details nennt er nicht.

19.01.2026 – 06:14 Uhr Tom Körkemeier

Trump über Grönland: „Es wird erledigt werden!“

Im Streit um Grönland hat US-Präsident Donald Trump Dänemark erneut vorgeworfen, nicht genug gegen die Bedrohung der arktischen Insel durch Russland zu tun. Seit zwei Jahrzehnten warne die Nato Dänemark vor der „russischen Bedrohung“, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. „Leider war Dänemark bisher nicht in der Lage, etwas dagegen zu unternehmen. Jetzt ist es an der Zeit, und es wird erledigt werden!!!“ Trump ließ offen, welche konkreten Schritte er meint.

Der US-Präsident hat wiederholt deutlich gemacht, dass sich die USA die Insel einverleiben wollen – was die europäischen Nato-Partner vehement ablehnen. Bereits zuvor hatte Trump gewarnt, dass ansonsten Russland oder China das strategisch wichtige Territorium in der Arktis übernehmen würden. Grönland ist weitgehend autonom und gehört zum Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Dänemark.
18.01.2026 – 22:10 Uhr Miriam Braun

Von der Leyen: Habe Grönland mit Rutte, Starmer, Macron, Merz und Meloni besprochen

Die EU und Großbritannien sind fest entschlossen, die Souveränität Grönlands und des Königreichs Dänemark zu wahren, teilt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Auf X schreibt sie, sie habe die Entwicklungen um Grönland mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte, dem britischen Premierminister Keir Starmer, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni besprochen. „Wir werden unsere strategischen Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen stets schützen“, so von der Leyen. „Wir werden diesen Herausforderungen für unsere europäische Solidarität mit Standhaftigkeit und Entschlossenheit begegnen.“
18.01.2026 – 21:10 Uhr Miriam Braun

Starmer telefoniert mit Trump: Zölle gegen Verbündete „falsch“

Der britische Premierminister Keir Starmer hat nach Angaben der Downing Street am Sonntag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Zuvor habe er mit Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen gesprochen sowie mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Nato-Generalsekretär Mark Rutte. „In all seinen Telefonaten bekräftigte der Premierminister seine Position zu Grönland“, sagte eine Sprecherin. 

Starmer sagte demnach, „die Sicherheit im hohen Norden sei für alle Nato-Verbündeten eine Priorität, um euro-atlantische Interessen zu schützen“. Starmer habe erneut betont, dass es falsch sei, Zölle bei Verbündeten zu erheben, wenn diese sich für die kollektive Sicherheit der Nato-Verbündeten einsetzten, sagte die Sprecherin.

18.01.2026 – 20:16 Uhr Patricia Hoffhaus

EU organisiert wegen Trumps Zoll-Drohungen Sondergipfel

EU-Ratspräsident António Costa wird nach den neuen Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Streit einen Sondergipfel einberufen. Als Termin für ein Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs kommt nach Angaben einer EU-Beamtin Donnerstag infrage. Sicher sei aber bislang nur, dass es ein physisches Treffen Ende der Woche geben solle.

Costa teilte mit, seine Konsultationen mit Mitgliedstaaten zu den jüngsten Spannungen im Zusammenhang mit Grönland hätten die gemeinsame Einschätzung deutlich gemacht, dass Zölle die transatlantischen Beziehungen untergraben würden und mit dem EU-USA-Handelsabkommen unvereinbar seien. 

Man sei bereit, sich gegen jede Form von Zwang zu verteidigen. Zugleich wolle man weiterhin konstruktiv mit den USA zusammenzuarbeiten. Es gebe ein gemeinsames transatlantisches Interesse an Frieden und Sicherheit in der Arktis, insbesondere durch Zusammenarbeit im Rahmen der Nato.
18.01.2026 – 20:13 Uhr Patricia Hoffhaus

EU-Insider: Ohne Grönland-Einigung treten 93-Mrd-Euro-Zölle gegen USA in Kraft

Die EU-Botschafter haben sich einem Insider zufolge am Sonntagabend noch nicht auf die Verhängung neuer Gegenzölle für die USA geeinigt. Wenn es keine Einigung mit den USA in der neuesten Runde des Zollstreits wegen Grönland geben sollte, würden allerdings die bereits im Juli designierten Gegen-Strafzölle im Volumen von 93 Milliarden Euro etwa für US-Bourbon, Flugzeugteile, Sojabohnen und Geflügel automatisch am 6. Februar in Kraft treten, sagte ein EU-Diplomat zu Reuters.

Die EU hatte die Verhängung dieser Zölle nur ausgesetzt, nachdem sie sich mit den USA auf ein Handelsabkommen geeinigt hatte. Dieses sah eigentlich Zollfreiheit für US-Waren und einen 15-Prozent-Zoll auf EU-Waren in den USA vor. Das Europäische Parlament hat nach Angaben von EVP-Chef Manfred Weber aber jetzt die nötige und für Mittwoch vorgesehene Verabschiedung dieses Abkommens auf unbestimmte Zeit verschoben.
18.01.2026 – 20:08 Uhr Patricia Hoffhaus

EVP-Chef Weber: EP verschiebt Zollfreiheit für US-Waren

US-Präsident Donald Trump hat der US-Wirtschaft nach Angaben des EVP-Chef Manfred Weber durch sein Vorgehen im Streit um Grönland bereits erheblichen Schaden zugefügt. „Trump wird den zollfreien Zugang seiner amerikanischen Produkte in den europäischen Binnenmarkt nicht bekommen“, sagt der CSU-Politiker im ZDF. „Das habe ich gemeinsam mit den anderen Fraktionschefs heute Nacht entschieden – ein erstes klares Signal“, fügt Weber mit Blick auf Absprachen im Europäischen Parlament hinzu. 

Die Ratifikation des ausgehandelten US-EU-Handelsabkommen liege damit auf Eis. Es sah 15 Prozent Zollsätze für EU-Waren in den USA und Zollfreiheit für US-Waren in der EU vor. „Donald Trump muss uns beweisen, (...) dass wir mit ihm regelbasiert arbeiten können, sonst macht die gesamte Ratifikation keinen Sinn“, warnt der EVP-Fraktionschef. Die EU sei alles andere als machtlos.
18.01.2026 – 19:08 Uhr Patricia Hoffhaus

EU-Staaten zu Krisensitzung zusammengekommen

Vertreter der EU-Staaten sind wegen der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle im Grönland-Konflikt am Abend zu einer Krisensitzung zusammengekommen. Bei dem Treffen auf Botschafterebene in Brüssel dürften die verschiedenen Möglichkeiten, auf Trumps offenen Erpressungsversuch zu reagieren, diskutiert worden sein.
18.01.2026 – 18:37 Uhr Patricia Hoffhaus

Nato-Chef: Habe mit Trump über Grönland gesprochen

Im eskalierenden Grönland-Streit zwischen den USA und Europa hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit Donald Trump gesprochen. Er habe mit dem US-Präsidenten über die Sicherheitslage in Grönland und der Arktis geredet, teilte Rutte auf X mit. 

„Wir werden weiter daran arbeiten, und ich freue mich darauf, ihn Ende dieser Woche in Davos zu treffen“, fügte er hinzu. In Davos findet das Weltwirtschaftsforum statt, zu dem am Mittwoch auch Trump erwartet wird.
18.01.2026 – 18:35 Uhr Helena Smolak

Italien bietet sich in Grönland-Streit als Vermittler an

Im Streit mit Donald Trump um Grönland versucht Rom zu beschwichtigen. Für die Erkundungsmission anderer Europäer stellte das Nato-Gründungsmitglied keine Soldaten ab.

Italien bietet sich im Konflikt mit den USA um die Zukunft von Grönland als Vermittler an. Außenminister Antonio Tajani sagte: „Ich glaube, dass Italien aufgrund seiner Natur, seiner Vermittlungsfähigkeit und seinerFähigkeit, mit allen zu sprechen, eine positive Rolle dabei spielen kann,Vereinbarungen zu finden.“ Ministerpräsidentin Giorgia Meloni stehe dazu „im Dialog mit den Vereinigten Staaten, aber auch mit den Europäern“.

18.01.2026 – 19:08 Uhr Patricia Hoffhaus
18.01.2026 – 17:33 Uhr Patricia Hoffhaus

Kanzler unterrichtet Kabinett über Lage nach Trumps Zoll-Drohungen

Kanzler Friedrich Merz hat das Bundeskabinett am Sonntagnachmittag über die Lage nach den von US-Präsident Donald Trump angekündigten zusätzlichen Strafzöllen gegen europäische Staaten wie Deutschland unterrichtet. Das wird Reuters aus Regierungskreisen bestätigt. Einzelheiten werden nicht genannt. Zudem teilt Nato-Generalsekretär Mark Rutte mit, er habe mit Trump über die Sicherheitslage in Grönland und der Arktis gesprochen. Auch hier wurden keine Details genannt.
18.01.2026 – 16:23 Uhr Patricia Hoffhaus

Wadephul: Kein Zweifel an Bündnistreue der USA

Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht keine Auswirkungen des aktuellen Zollstreits mit den USA auf den militärischen Zusammenhalt der Nato. „Es gibt überhaupt keinen Zweifel, dass die Vereinigten Staaten von Amerika voll und ganz zum Bündnis, zur Nato stehen und auch zur Verteidigung Europas“, sagte der CDU-Politiker im „Bericht aus Berlin“ der ARD. „Das hat niemand bisher in Washington in Zweifel gezogen.“ In Europa solle man nicht solche Fragen andiskutieren, sondern gemeinsam an einem starken Bündnis arbeiten, fügte er hinzu.
18.01.2026 – 15:56 Uhr Patricia Hoffhaus

Wirtschaftsweise Schnitzer fordert „klare Ansage“ der Europäer

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer fordert eine entschiedene Reaktion der Europäer auf die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Streit. „Die Antwort darauf muss eindeutig und geschlossen sein: Grönland steht nicht zum Verkauf“, sagt die Chefin des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der „Süddeutschen Zeitung“. 

„Europa muss mit der klaren Ansage reagieren, dass es bereit ist, den wirtschaftlichen Preis einer Zollerhöhung für seine Souveränität zu zahlen.“ Trumps Zolldrohung zeige, dass es nicht um die Sicherheitslage in der Arktis gehe. „Es geht um die Annexion ausländischen Territoriums, um die Verschiebung von Grenzen durch die einseitige Androhung von Gewalt“, sagt Schnitzer.
Wirtschaftsweise Monika Schnitzer. dpa
18.01.2026 – 15:43 Uhr Helena Smolak

Bessent: Schwaches Europa zwingt Trump zu Anspruch auf Grönland

US-Finanzminister Scott Bessent hat die Botschaft von Präsident Donald Trump an die europäischen Verbündeten bekräftigt, wonach die USA nicht von ihrem Anspruch auf Grönland abrücken werden. Europa sei zu schwach, um seine eigene Sicherheit zu gewährleisten, sagte Bessent.

Drohungen der Europäischen Union, ein im vergangenen Jahr zwischen Trump und der EU ausgehandeltes Zollabkommen auf Eis zu legen, wies Bessent weitgehend zurück. Gegenüber NBC News erklärte er, der US-Präsident setze gezielt strategische Hebel ein, um seine Ziele durchzusetzen.

Auf die Frage, ob Trumps harte Haltung gegenüber Europa lediglich eine Verhandlungstaktik sei, ließ Bessent erkennen, dass der Präsident seine Position nicht ändern werde. „Die europäischen Staats- und Regierungschefs werden sich darauf einstellen und verstehen, dass sie unter dem Sicherheitsschirm der USA stehen müssen“, sagte er.

18.01.2026 – 13:29 Uhr Marc Renner

Gemeinsame Erklärung von Dänemarks-Grönland-Unterstützern: Europäer weisen Trumps Zolldrohung zurück und warnen vor Eskalation

Eskalation Deutschland und die übrigen betroffenen europäischen Länder haben die Drohung von US-Präsident Donald Trump mit Sonderzöllen im Grönland-Konflikt zurückgewiesen. „Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung Deutschlands mit Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Großbritannien.

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18.01.2026 – 12:29 Uhr Jana Brüntjen

Bundeswehrsoldaten ziehen aus Grönland ab

Das Erkundungsteam der Bundeswehr soll schon heute wieder aus Grönland abziehen. Die 15 Soldaten werden die Arktisinsel mit einem Zivilflugzeug in Richtung Kopenhagen verlassen, wie ein Sprecher des operativen Führungskommandos der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatte die „Bild“ berichtet. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angekündigt, Sonderzölle gegen acht an der Erkundungsmission beteiligte Länder zu verhängen.

Das deutsche Team ist erst seit Freitagabend deutscher Zeit in Nuuk, um die Bedingungen für militärische Übungen auszukundschaften. Noch am Samstagabend hatte es geheißen, es sei nicht absehbar, wie lang der Aufenthalt sein werde.

Nun sagte der Sprecher des Führungskommandos, das Team habe den Auftrag erfüllt. „Die Erkundungsergebnisse werden in den kommenden Tagen ausgewertet.“

HB
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