Märkte Insight: An der Börse gibt es Schweizer Uhren zum Schnäppchen-Preis
Lange gab es niemanden, der Nick Hayek Paroli bot. Der CEO und Großaktionär des börsennotierten Schweizer Uhrenkonzerns Swatch gefiel sich sogar lange Zeit darin, mit seiner Unternehmensstrategie Aktionäre und Banker zu verprellen. Vom Magazin „Spiegel“ gefragt, ob es ihn störe, dass Analysten die Aktie des Konzerns hinter Uhrenmarken wie Omega, Breguet oder Tissot nicht empfehlen, antwortete er: „Es freut mich sogar.“
Mit Verweis auf seinen Vater Nicolas Hayek, der Swatch in den 80er-Jahren in Krisenzeiten übernommen hatte und bis heute als Retter der Schweizer Uhrenindustrie gilt, sagte Hayek: „Mein Vater hat immer gesagt: Mach das Gegenteil von dem, was Analysten sagen, dann wirst du Milliardär.“
Zuletzt hat Hayek mit dieser Einstellung vor allem Milliarden seiner Aktionäre verbrannt. Der Aktienkurs hat sich seit März 2023 von 330 Franken pro Anteilsschein auf derzeit 144 Franken mehr als halbiert. Doch nun stemmt sich mit dem aktivistischen Investor Steven Wood ein US-Amerikaner gegen die fortgesetzte Wertvernichtung. Sollte er auch nur kleinere Reformen durchsetzen, können Anleger auf eine deutliche Kurserholung hoffen.