Märkte Insight: Mit einer defensiven Strategie die schwächere Börse schlagen
Frankfurt. Durchwachsene Konjunkturdaten haben zum Wochenstart für neue Verunsicherung unter Anlegern in Deutschland gesorgt. So enttäuschten die Aufträge für die Industrie, die im November nur leicht zulegten und sich damit kaum von der Schwäche im Frühherbst erholten. Volkswirte hatten ein dreimal so großes Plus erwartet.
Und die deutschen Exporte stiegen in demselben Monat zwar mit 3,7 Prozent so stark wie zuletzt vor eineinhalb Jahren. Aber eine schwache Nachfrage aus der Euro-Zone belastete die Wirtschaft in besonderem Maße.
So zeigten sich die Investoren in Deutschland, aber auch im Rest der Euro-Zone am Anfang der neuen Börsenwoche eher zurückhaltend. Der Dax und der Euro-Zonen-Index Euro Stoxx 50 gaben am Montag zunächst nach, später hievten sich die Indizes leicht ins Plus. Der Dax schloss 0,7 Prozent im Plus bei 16.715 Punkten.
Blickt man auf die Wirtschaft als Ganzes, dürfte die hiesige im vergangenen Jahr geschrumpft sein. Für dieses Jahr erwarten Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Wachstum von 0,9 Prozent, andere sind zurückhaltender und sagen ein Plus von 0,5 Prozent voraus.