Handelsblatt-Musterdepots: Das Nachhaltigkeits-Depot: Warum sich L’Oréal am Aktienmarkt behauptet und ASML Probleme hat
Die Strategen (v. l.): Laetitia-Zarah Gerbes (Acatis Investment), Gabriele Hartmann (Perspektive Asset Management) sowie David Wehner (Do Investment)
Foto: privatFrankfurt. In dieser Woche hat der Leitindex Dax ein weiteres Jahreshoch markiert. Damit konnte das wichtigste deutsche Börsenbarometer seit September 2022 um über 30 Prozent zulegen.
Ob nun die Luft nach oben dünner wird, hängt maßgeblich von der anlaufenden Berichtssaison ab. Mit Spannung werden deshalb die Zahlen der Unternehmen zum ersten Quartal erwartet. Analysten haben im Vorfeld der Berichtssaison ihre Ziele deutlich nach unten revidiert. Auf der Basis niedrigerer Erwartungen dürften die Ergebnisse weniger enttäuschend ausfallen.
Den Auftakt machten vergangene Woche die amerikanischen Banken. Sie legten überwiegend gute Ergebnisse vor und konnten die Marktteilnehmer angesichts der Krise amerikanischer Regionalbanken beruhigen. Diese litten unter den massiven Zinsanstiegen und kamen durch den Vertrauensentzug der Anleger ins Wanken.
Nach wie vor befinden sich Notenbanken und Marktteilnehmer in einem Balanceakt aus gestiegenen Zinsen und einem Abschwung der Wirtschaft. Nachlassender Preisdruck und rückläufige Renditen bei US-Staatsanleihen begünstigen die Aktienmärkte. Stark abfallende Renditen hingegen lassen die Sorgen über eine aufkommende Rezession wachsen.