Musterdepot: Wie Anleger von der Hoffnung auf China profitieren
München. Der Aktienmarkt ist verhalten in das letzte Quartal des Börsenjahres gestartet. Die Stimmung ist geprägt von den bevorstehenden US-Wahlen im November und makroökonomischen Entwicklungen, die den Marktteilnehmern ein zunehmend unsicheres Bild vermitteln.
Angesichts des robusten US-Arbeitsmarkts sowie der gesunkenen Inflationsraten in der Euro-Zone und den USA preist der Markt nun deutlichere Zinssenkungen in der Euro-Zone und langsamere Zinssenkungsschritte in den USA ein. Dadurch wurde der Euro schwächer, während die Renditen auf US-Staatsanleihen, die die Zinserwartungen widerspiegeln, stiegen.
Obwohl die Märkte ausgeprägtere Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) für unwahrscheinlicher halten, honorierten sie die besseren Aussichten auf eine weiche Landung der US-Wirtschaft. Gemeint ist damit, dass es den Währungshütern gelingt, die Inflation einzudämmen, ohne die Konjunktur in eine Rezession abgleiten zu lassen. Denn Zinssenkungen sind für risikobehaftete Anlagen in einem rezessiven Umfeld deutlich unattraktiver als in einem prosperierenden wirtschaftlichen Umfeld.
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In den vergangenen Wochen sorgte jedoch ein Marktakteur, der zuletzt in den Hintergrund getreten war, für weitaus mehr Dynamik: China. Nach einer Phase der relativen Zurückhaltung rückt das Land wieder verstärkt in den Fokus der globalen Finanzmärkte.