Aktien, Fonds & ETFs: Anleger halten trotz hoher Schwankungen an Wertpapieren fest
Trotz großer Kursschwankungen hielten die meisten Sparer an ihren Depots fest.
Foto: ReutersMünchen. Es gibt Phänomene an den Aktienmärkten, die sich seit Jahrzehnten beobachten lassen. Gehen die Kurse an der Börse schnell rauf und runter, werden viele Anlegerinnen und Anleger nervös und verkaufen ihre Wertpapiere. So aber nicht in diesem Jahr, obwohl es durch den Ukrainekrieg und die Inflation genügend Gründe gegeben hat, der Börse den Rücken zu kehren. Das geht aus einer Studie hervor, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.
Raisin, ein Finanzdienstleister, der über das Portal Weltsparen bekannt geworden ist, hat die Depots von mehreren Hunderttausend Kunden untersucht und konnte im laufenden Jahr kaum Verkäufe in den Depots seiner Kunden entdecken.
„Wir sehen, dass nur ein Bruchteil unserer Anleger sich von den Schwankungen an den Kapitalmärkten beeinflussen lässt“, sagt Raisin-Chefanlagestratege Kim Felix Fomm. In 95 Prozent der Fälle habe es keine Bewegungen in den Depots gegeben. Die Raisin-Tochter Weltsparen verwaltet 30 Milliarden Euro unter anderem in Form von ETF-Sparplänen. Diese seien konsequent weiter bespart worden, so Fomm. Im laufenden Jahr sei jeden Monat neues Geld dazugekommen.