Aktienmärkte: Sicherheit im Abschwung, Chancen im Aufschwung: Fünf Branchen, auf die Anlage-Profis jetzt achten
Sind Tech-Aktien wieder für Anleger attraktiv?
Foto: Reuters, AP (2)Düsseldorf. Mehr als zehn Prozent haben BMW, Mercedes und VW seit Beginn des Börsenabschwungs im Januar verloren. Dagegen legte die Telekom-Aktie um 18 Prozent zu. Wie es für die Börse idealtypisch ist, laufen im aktuellen Börsenabschwung Aktien aus konjunkturempfindlichen Branchen (Zykliker) schlecht.
Dasselbe gilt für die lange Zeit boomende IT. SAP brach um 30, Infineon um knapp 40 Prozent ein. Hingegen halten sich Firmen aus defensiven Branchen gut, wozu neben der Telekom auch der Pharmariese Bayer und der Markenartikel-Hersteller Beiersdorf zählen. Beide Aktien stiegen um 15 Prozent.
Sollen Anleger deshalb auch künftig typische Rezessionsbranchen meiden und weiter auf Defensive à la Beiersdorf setzen?
Zweifel sind angebracht, weil die Aktienmärkte bereits seit achteinhalb Monaten auf Rezession setzen, ohne dass diese bislang Realität geworden ist. Mit der Folge, dass viele Aktien aus aktuell nicht angesagten Branchen inzwischen preiswert und andere aus typischen „Rezessions“-Branchen teuer sind.
Das Handelsblatt beleuchtet Branchen mit Blick auf künftige Chancen und Risiken. Fünf Sektoren ragen heraus. Weil es weniger um Einzeltitel geht, werden grafisch passende Branchen-ETFs abgebildet, mit denen Anleger und Anlegerinnen auf gesamte Branchen setzen können – ohne dass damit eine Anlageempfehlung verbunden ist.