Gewerbeimmobilien: Deutsche Immobilienfonds spüren von der US-Krise bisher nichts
München. Derzeit kursieren Nachrichten, die viele an das Jahr 2008 erinnern: US-Banken geraten in Probleme, da am amerikanischen Immobilienmarkt Kredite ausfallen. Damals waren deutsche Anlegerinnen und Anleger über offene Immobilienfonds direkt betroffen. Ihr Schaden summierte sich auf mehrere Milliarden Euro.
Offene Immobilienfonds kaufen meist ganze Bürokomplexe, Hotels oder Einkaufszentren, um sie zu vermieten und nach einer bestimmten Zeit zu veräußern. In der aktuellen Krise am US-Büromarkt müssen sich Zeichner offener Immobilienfonds aber keine Sorgen um ihr Geld machen. Das hat verschiedene Gründe.
Laut einer Auswertung der Ratingagentur Scope für das Handelsblatt besitzen die 27 deutschen Publikumsfonds in den Vereinigten Staaten 69 Immobilien, darunter auch viele Büros, mit einem Gesamtwert von umgerechnet etwa 12,5 Milliarden Euro. Das entspricht rund einem Zehntel des gesamten investierten Vermögens aller Fonds.
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Der Anteil von US-Immobilien schwankt je nach Gesellschaft zwischen 13 und 35 Prozent. Einzige Ausnahme ist der Fonds „Immobilien Nordamerika“ des Anbieters Deka, der seine knapp 490 Millionen Euro komplett in den USA investiert hat.