Anlagestrategien: Kurse an US-Börsen dürften weiter fallen: Experten erwarten zweite Verkaufswelle
Auch Profi-Anleger suchen derzeit nach Orientierung.
Foto: APFrankfurt. Die Zinswende und der Ukrainekrieg haben Spuren hinterlassen: Amerikanische Aktien sind knapp 18 Prozent billiger als auf dem Rekordstand im Januar. Anleger fürchten sich vor hoher Inflation, steigenden Zinsen, einer denkbaren Rezession – und natürlich den Folgen einer möglichen Eskalation des Krieges in Osteuropa.
Sie sind so verunsichert, dass auch marktbreite Indizes innerhalb einer Tagesfrist häufiger um mehrere Prozent schwanken. Die entscheidende Frage lautet: Wann ist ein Tiefpunkt erreicht und wann kommt die Wende nach oben?
Zur Beantwortung dieser Frage orientieren sich Analysten häufig an Stimmungsindikatoren, die die innere Verfassung und Wahrnehmung der Anleger einfangen. Die Idee dahinter: Zeigen diese Messlatten hohe Skepsis, gilt das als ein positives Zeichen. Viele Anleger haben dann wegen ihrer skeptischen Meinung schon Bestände verkauft, sodass der Markt seinem Boden näher gekommen sein sollte.
Doch so weit sind die Märkte wohl noch nicht. „Eine zweite Verkaufswelle ist absolut möglich“, sagt Sven Lehmann, Kapitalmarktstratege bei HQ Trust.