Anlagestrategie: Welche Vermögensverwalter am besten auf den Bedarf von Stiftungen eingehen
Viele der mehr als 19.000 kleineren Stiftungen nutzen gern den Rat professioneller Geldmanager, da ihnen oft Finanzkenntnisse fehlen.
Foto: Marc-Steffen UngerFrankfurt. Für Manager von Stiftungsvermögen häufen sich die Probleme. Die noch immer niedrigen Kapitalmarktzinsen bringen sie mehr und mehr weg von Anleihen mit deren einst ordentlichen, stabil fließenden Zinszahlungen. Meist brauchen die Institutionen drei Prozent laufenden Ertrag und wollen das Stiftungsvermögen erhalten.
Daher suchen viele der mehr als 19.000 kleineren Stiftungen im Land gern den Rat professioneller Geldmanager, da ihnen oft Finanzkenntnisse fehlen. Und sie müssten sich dann neben den höheren Kursschwankungen bei Aktien auch mit teils relativ hohen Gebühren auseinandersetzen, sagt Florian Brechtel, Chef des Beratungshauses Dragoman.
Doch nicht jeder Manager ist sein Geld auch wert. Vielfach gehen Vermögensverwalter nicht genug auf den Bedarf von Stiftungen ein und bieten ihnen nicht passende Strategien an. Das ist das Ergebnis einer Studie zur Qualität von Anlagestrategien von Managern von Stiftungsvermögen, die dem Handelsblatt vorliegt.
„Ernüchternd“ findet Ralf Vielhaber, Geschäftsführer des Fachverlags Fuchsbriefe in Berlin, das Ergebnis der Studie. Überwiegend gingen viele der eingereichten Anlagekonzepte unzureichend auf die Anforderungen der Stiftung ein, für die in der Studie ein Vermögen von zwei Millionen Euro ausgeschrieben wurde.